Förderung bei der Baufinanzierung

Immer mehr Menschen hegten in den letzten Jahren den großen Wunsch vom eigenen Haus. Damit dieser Traum jedoch Wirklichkeit werden kann, benötigt es nicht nur eine gute Baufinanzierung Planung, sondern selbstverständlich auch das nötige Kapital. Nicht selten ist es so, dass man sich von Kreditinstituten einen Baukredit leihen muss, um sich überhaupt ein Haus bauen zu können. Mittlerweile gibt es eine Flut von verschiedenen Möglichkeiten und Angeboten, aus denen man als künftiger Bauherr wählen kann. Dennoch ist es für viele auch nach dem Ausfall der Eigenheimzulage mitunter sehr schwer geworden, sich ein Haus zu finanzieren. Trotzdem finden sich auch hier Lösungen, wie beispielsweise öffentliche Fördermaßnahmen.

Allgemein ist zur Baufinanzierung zu sagen, dass man sich im Voraus ein fixes Budget festlegen sollte. Es sollte exakt feststehen, wie viel Geld benötigt wird und wie viel man pro Rate bezahlen kann, auch die Laufzeit ist entscheidend. Darüber hinaus sollte man gut darüber nachdenken, ob man die Rate vielleicht nachträglich noch ändern möchte. Um sich diese Fragen beantworten zu können, kann man sich gegen eine geringe Gebühr bei einer Verbraucherzentrale Beratung einholen. Dort erhält man des Weiteren Informationen zu den Möglichkeiten einer staatlichen Förderung.

Fördergelder von Bund und Ländern

Länder und Bund fördern inzwischen den Neubau, den Kauf und auch die Modernisierungen von Wohnungen und Häusern. Wer Bauherr wird oder sich Wohneigentum kaufen möchte, hat heutzutage in Deutschland zahlreiche Möglichkeiten, an Fördergelder zu gelangen. In diesen Fällen kann man beispielsweise von Landesbürgschaften, der sozialen Wohnraumförderung , von Bausparprämien, von Bürgschaftsübernahmen oder auch von Wohngeld deutlich profitieren. Ab und zu ist es, je nach individueller Situation, sogar möglich, Bauland zur Verfügung gestellt zu bekommen oder auch Gebühren- bzw. Steuervergünstigungen zu erhalten. Die exakten Möglichkeiten entscheiden die einzelnen Bundesländer.

Abhängig vom jeweiligen Bundesland oder auch von der Art des Wohnraums kann jeder künftige Bauherr staatliche Fördermittel beantragen, wie Fördermittel des Landes oder auch solche von der KfW-Förderbank. Nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei einem Gebäude, das man kauft und anschließend umbauen bzw. ausbauen möchte, erhält man gar nicht so selten finanzielle Hilfe.

Fördergelder von Kommunen und für Sanierungen

Weiterhin gibt es Kommunengelder: Viele Gemeinden vergeben mittlerweile sehr preiswertes Bauland oder auch günstigere Kredite, damit mehr Familien die Region beziehen. Im Internet findet man unter dem Stichwort Familienförderung zahlreiche hilfreiche Informationen zu diesem Thema. Alternativ kann man sich auch direkt bei der entsprechenden Kommune beraten lassen.
Hat man vor, ein Gebäude zu sanieren, welches sich unter Denkmalschutz befindet oder in einem sanierungswürdigen Gebiet liegt, so erhält man als Bauherr spezielle, recht hohe Fördergelder: Über einen Zeitraum von zehn Jahren erkennt das Finanzamt rund 10 % der gesamten Kosten für die Sanierung als Sonderausgaben an. Damit diese steuerlich geltend gemacht werden können, darf die Sanierung jedoch erst nach dem Kauf beginnen.

Eigenkapital berechnen

Das Eigenkapital ist einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der bedeutendste Grundstein für den Bau und die Finanzierung eines Hauses. Wer solide plant und möglichst exakt rechnet, kann seinen Traum vom eigenen Haus häufig wahr werden lassen, ohne dafür sehr große finanzielle Risiken eingehen zu müssen. Nicht nur ist die Finanzierung einer Immobilie günstiger, wenn man genügend Eigenkapital mitbringt, sondern auch deutlich sicherer als eine komplette Finanzierung mit beispielsweise einem Darlehen von einer Bank. Falls man selbst einige Jahr später sein Haus wieder verkaufen möchte, muss man dann nicht unbedingt den vollen Anfangspreis dafür erhalten, nur damit man den Kredit abzahlen kann. Ersparnisse sind daher in jedem Fall etwas sehr Lohnenswertes. Aus diesem Grund sollte kein Bauvorhaben ohne einen sorgfältigen Kassensturz vorher realisiert werden.

So berechnet man das Eigenkapital richtig

Das Eigenkapital, welches man zur Baufinanzierung seines künftigen Eigenheimes nutzen kann, setzt sich aus mehreren Teilen zusammen. Dies sind neben dem Guthaben, das man auf dem Konto angespart hat, beispielsweise Termingelder, Bausparverträge oder auch Wertpapiere mit einem festen Zins. Darüber hinaus sollte man überlegen, ob sich nicht noch weiteres Kapital aus Wertvollem herbeischaffen lässt, wie beispielsweise aus Goldmünzen. All diese Faktoren addiert man miteinander und erhält somit die Summe für den Hauskauf. Mit diesem Kapital kann man fest rechnen. Hinzu addiert man nun alle weiteren Kapitalanlagen, deren Wert allerdings Schwankungen unterliegen kann, wie beispielsweise Anteile an Fonds, Aktien oder auch Anleihen.
Von diesem kompletten Betrag sollte man nun zwischen drei und sechs Monatsgehälter abziehen, um sich Notreserven zu sichern. Was nun übrig bleibt, ist der Betrag, den man maximal als Eigenkapital für sein Haus nutzen kann.

Ein Tipp: Es lohnt sich, auch Kapitalanlagen hinzuzurechnen, über die man zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht verfügen kann, wie beispielsweise feste Anlagen – zum Beispiel Sparbriefe -, Geld aus Rückkäufen von Kapitallebensversicherungen oder auch Bausparverträge, aus denen erst zu einem späteren Zeitpunkt Kapital ausbezahlt werden kann. Mit dieser Summe lässt sich über einen längeren Zeitraum hinweg die Tilgung berechnen. Ein Bausparvertrag, der beispielsweise noch weitere zehn Jahre läuft, kann nach Ablauf dieser Zeit als Sondertilgung genutzt werden.

Tipps zur Verwaltung des Eigenkapitals

Um einen möglichst guten Überblick über das verfügbare Eigenkapital zu erhalten, findet man online viele hilfreiche Haushaltsrechner. Kreditinstitute, von denen man ein Darlehen erbittet, benötigen zur Auszahlung desselben häufig einen Nachweis über Eigenkapital, den man mit Kontoauszügen belegen kann. Daher ist es ratsam, alles verfügbare Kapital schon frühzeitig auf ein einziges Konto zu legen. Dies macht die Bonitätsprüfung einfacher und sichert, sofern man das Geld auf einem cleveren Tageskonto anlegt – sogar noch zusätzliche Zinsen.

Fest steht: Je mehr Eigenkapital man in seinen Hausbau mit einfließen lässt, desto preiswerter und günstiger wird der Hausbau. Empfohlen werden zwischen 20 und 30 % des Gesamtpreises. Es lohnt sich also, lieber noch etwas länger zu sparen, um die Bank danach um ein möglichst geringes Darlehen zu bitten.