Wegerecht – Immobilien Wiki

Bauland ist ein begrenztes Gut und baureife Grundstücke sind inzwischen rar. Damit gewinnt zum Beispiel die Option, bestehende Grundstücke zu teilen, an Bedeutung. Oftmals entstehen auf diese Weise sogenannte Hinterliegergrundstücke – Grundstücke, die durch ein anderes Grundstück von der Anbaustraße getrennt sind. Mit dem Wegerecht besitzt der Rechteinhaber das Recht und hiermit die Möglichkeit, über ein in fremdem Eigentum befindliches Privatgrundstück zu gehen sowie zu fahren. Dieses Recht auf räumliches Überbrücken wird durch einen Vertrag oder eine sogenannte Grunddienstbarkeit festgeschrieben.

Es ist dringend angeraten, in einer Vereinbarung über ein Wegerecht, sehr genau den Nutzungsrahmen des Zufahrtsweges zu beschreiben. Hierdurch kann unter Umständen aufkeimenden Nachbarschaftsstreitigkeiten der Boden entzogen werden. Grundsätzlich darf ein Zufahrtsweg zu jeder Tages- und Nachtzeit befahren werden. Dies gilt sowohl für Fahrzeuge des Hinterliegergrundstücks wie auch für Besucher oder Anlieferungen per Kraftfahrzeug. Dagegen kann vereinbart werden, inwieweit der Niesnutzer des Wegerechts Fahrzeuge auf der Zufahrt parkend abstellen darf. Ebenso angezeigt sind Regelungen, die sich auf eine Räumverpflichtung im Winter und auf die gegebenenfalls anfallenden Unterhaltungs- und Instandhaltungskosten beziehen.

Den Vorteilen, die der Niesnutzer aus einem Wegerecht ziehen kann, stehen in der Regel Nachteile, des mit diesem Recht belasteten Grundstücks, gegenüber. Die zusätzlichen Durchfahrten können eine Belastung wie allgemein eine Wertminderung darstellen. Um im Falle eines Übergangs des dienenden, also des mit einem Wegerecht belasteten Grundstücks auf einen neuen Eigentümer Rechtssicherheit zu besitzen, ist eine Grunddienstbarkeit von Vorteil. Der Eintrag dieser Rechtsbeziehung ins Grundbuch bewahrt deren Gültigkeit auch bei einem Eigentümerwechsel des betroffenen Grundstücks.

Wohnflächenberechnung – Immobilien Wiki

Eine exakte Ermittlung der Wohnfläche ist beim Bau einer Immobilie, beim Kauf eines Hauses in der Regel unumgänglich.
Ziel der Wohnflächenberechnung ist es, die genaue Quadratmeterzahl einer Wohnung zu definieren, sprich die Flächen einer in sich geschlossenen Einheit von Räumen plus teilweise Außenbereichen zu addieren, in denen vereint eine selbstständige Haushaltsführung möglich ist.

Die Wohnflächenberechnung wird zu Beginn eines Bauvorhabens oftmals schon gemeinsam mit dem Bauantrag eingereicht. Auch wird sie im Rahmen einer möglichen Baufinanzierung von den Banken/Kreditinstituten eingefordert, um eine Wirtschaftlichkeit der benötigten Darlehenshöhe in Bezug auf das geplante Bauobjekt zu überprüfen.
Der Bauherr/Kreditnehmer wiederum hat dadurch eine klare Vergleichsgrundlage für die verschiedenen Kreditangebote.
Sofern der Begriff „Wohnfläche“ Bestandteil des Vertrags ist, wird auch für den Abschluss einer Gebäudeversicherung zwingend eine Berechnung der selbigen Fläche benötigt.
Soll die Immobilie/das Haus nach der Fertigstellung ganz oder nur teilweise vermietet werden, bildet die in der Wohnflächenberechnung ermittelte Quadratmeterzahl die Basis für das Errechnen von Miet- und Nebenkosten, sowie später auch eine Grundlage für Mieterhöhungen im Rahmen einer Anpassung an bestehende Mietspiegel.

Welche einzelnen Räume, Grundflächen, lichte Raummaße sowie innen und außen liegenden Teile einer Wohnung/eines Hauses in eine Wohnflächenberechnung genau einfließen und wie diese zu veranschlagen sind, wird unter anderem in der Wohnflächenverordnung (WoFlV) geregelt.
Zwar ist diese explizit im Rahmen des Wohnraumförderungsgesetzes anzuwenden, kann analog aber auch für jeden anderen Bedarf zurate gezogen werden.

Zu beachten gilt dabei die Differenzierung zwischen Wohnflächen und Nutzflächen (wie Lager- und Produktionsflächen, Unterrichts- und Bildungsräume) sowie deren unterschiedliche Berechnung.

Wohnkredit – Immobilien Wiki

Bei einem Wohnkredit handelt es sich um ein Darlehen, welches für Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen für eine Immobilie genutzt werden kann. Dieser ist gegenüber einem Bankdarlehen viel flexibler und deutlich günstiger. Außerdem wird dieser Kredit nicht im Grundbuch vermerkt und er kann vorzeitig zurückgezahlt werden. Allerdings darf der Wohnkredit nur für eine werterhaltende bzw. wertsteigernde Maßnahme an der jeweiligen Immobilie verwendet werden.
Ein Wohnkredit ist häufig schon ab einer Summe von 5.000 Euro zu bekommen. Durch das günstige Darlehen lassen sich neben Schönheitsreparaturen auch energieeffiziente Maßnahmen wie zum Beispiel eine Wärmedämmung durchführen. In einigen Fällen kommt so ein Wohnkredit bei staatlich geförderten Maßnahmen in Frage.
Ein Wohnkredit kann äußerst flexibel gestaltet werden, so dass auch Sondertilgungen und eine vorzeitige Rückzahlung in Betracht kommen.
Im Vergleich zu einem klassischen Ratenkredit ist ein Wohndarlehen eine echte Alternative, da dieser sehr flexibel gestaltet werden kann. Auch kann beim Abschluss auf eine teure Restschuldversicherung verzichtetet werden.

Wertermittlung – Immobilien Wiki

Mit Wertermittlung bezeichnet man die Einschätzung eines verlässlichen Markt- bzw. Verkehrswerts einer Immobilie. Der Wert ist im Unterschied zum Preis, der das Ergebnis einer Aushandlung zwischen zwei Marktteilnehmern ist, die Preisvorstellung einer Gruppe von verschiedenen Marktteilnehmern. Der Preis einer Sache muss ihrem Wert nicht unbedingt entsprechen.

Bei der Wertermittlung versucht der Gutachter eine möglichst objektive Aussage über den Wert einer Immobilie zu machen. Der Verkehrswert von Immobilien in Deutschland ist im § 194 Baugesetzbuch (BauGB) in Verbindung mit weiteren Normen definiert. Dabei sollen andere Einflüsse als die gesetzlich geregelten möglichst ausgeschaltet werden. Hierfür werden unabhängige und selbständige Gutachter von den Ländern angestellt. Diese speziell ausgebildeten und vereidigten Sachverständigen führen die Wertermittlung durch.

Das Element der Schätzung spielt bei der Wertermittlung eine große Rolle. Der Wert ist keine mathematisch exakt ermittelbare Größe. So werden unterschiedliche Gutachter in der Regel zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Wohnungsbauförderung – Immobilien Wiki

Die Wohnungsbauförderung ist ein staatliches Förderungsmittel zur Förderung von bedarfsgerechten und qualitativen Wohnraum. Die Förderung kann dabei in Form von Zuschüssen oder Steuervergünstigungen gewährt werden. Zuschüsse werden dabei vom jeweiligen Bundesland gewährt und steuerlichen Vergünstigen sind einheitlich für alle Bauvorhaben in der Bundesrepublik Deutschland geregelt. Im steuerlichen Bereich wird dem Vermieter im Rahmen der Wohnungsbauförderung die Abschreibung der Immobilie oder das Absetzen von Ausgaben ermöglicht.

Bei der Förderung durch die einzelnen Bundesländer, besteht diese aus zinsgünstigen Darlehen, laufenden Aufwendungszuschüssen oder einer Bürgschaft für den Bauherren. Die Entscheidung, ob ein Bauvorhaben durch die Wohnungsbauförderung gefördert wird oder nicht, ist an bestimmte Faktoren geknüpft. Dazu gehört das konkrete Bauvorhaben, die Familiengröße und das verfügbare Eigenkapital. Wie hoch diese Größen im Einzelfall sein dürfen, varriert von Bundesland zu Bundesland.

Wohnrecht – Immobilien Wiki

Das Wohnrecht ist eine Möglichkeit für Hausbesitzer, die Ihre Immobilie verschenken oder verkaufen möchten, sich das Recht weiterhin in der Immobilie zu leben. Das Wohnrecht wird dabei auf lebenslange Zeit gesichert. Das Wohnrecht ist dabei fest an eine bestimmte Immobilie, in dieser die betreffende Person ein Leben lang wohnen darf, geknüpft. Ein Wohnrecht sollte immer in schriftlicher Form, also in einem Vertrag geregelt und vereinbart werden. Außerdem sollte das Wohnrecht auch in das Grundbuch eingetragen werden, so kann verhindert werden, dass die Person mit dem Wohnrecht nach einem Verkauf oder beim Streit mit den neuen Eigentümern, trotzdem in dem Haus oder der Wohnung leben kann.

Rechtlich ist das Wohnrecht in §1093 des Bürgerlichen Gesetzbuches geregelt. Darin ist geregelt, dass die Person mit dem Wohnrecht auch die Möglichkeit hat, seine Familie, nicht eheliche Lebenspartner und Pflegepersonal mit in die Immobilie aufzunehmen und dort wohnen zu lassen. Die Wohnberechtigten haben aber auch Pflichten, so müssen sich diese an den Nebenkosten, wie Wasser, Strom und Heizung zu einem angemessenen Teil beteiligen. Auch wenn die Immobilie verkauft werden sollt, ist das Wohnrecht weiterhin gültig und kann nicht mehr geändert werden.

Wohngebäudeversicherung – Immobilien Wiki

Wer vor hat ein Haus zu erwerben, egal ob es sich dabei um einen Kauf oder einen Neubau handelt, benötigt unbedingt eine Wohngebäudeversicherung. Diese deckt Risiken durch Feuer-, Wasser- und Sturmschäden ab. Da diese Schäden die Existenz bedrohen können, ist diese Art der Versicherung absolute Pflicht. Viele Banken und Kreditinstitute verlangen bei einer Immobilienfinanzierung sogar einen entsprechenden Nachweis.
Bei einer Wohngebäudeversicherung handelt es sich um eine Art „verbundene“ Versicherung, dabei können die Prämien auf die jeweiligen Elemente einzeln kalkuliert werden.
Wichtig beim Abschluss einer solchen Versicherung ist die Versicherungssumme, da diese dem Wert der Immobilie entsprechen sollte. Ist die Summe zu niedrig angesetzt, liegt eine Unterversicherung vor, dabei kann die Versicherung im Ernstfall die fällige Entschädigung kürzen. Dies kann zum Beispiel bei einem Wasser- oder Feuerschaden sehr Verhängnisvoll sein. Bei der Einstufung in eine Tarifgruppe, ist neben dem Haustyp auch die Ausstattung entscheidend. Die fällige Prämie wird dabei anhand der Quadratmeterzahl berechnet.
Neben dem Basisschutz bei der Wohngebäudeversicherung können auch je nach Lage zusätzliche Risiken, wie zum Beispiel Überschwemmungen, Erdrutsche und Schneelawinen mit abgesichert werden. Solche Elementarschäden können als Paket oder auch einzeln ausgewählt werden. Dabei wird oftmals ein entsprechender Aufpreis fällig, der nach Risikofaktor und Region erhoben wird.

Wohnfläche – Immobilien Wiki

Die Wohnfläche bezeichnet die gesamte Grundfläche aller Räume, die eindeutig in einer Wohnung liegen. Bei der Berechnung sind einige Besonderheiten zu beachten, diese sind in der sogenannten Wohnflächenverordnung (WoFIV) aus dem Jahr 2003 geregelt. Zubehörraume, wie Keller, Garagen oder Dachräume dürfen bei der Berechnung der Wohnfläche nicht berücksichtigt werden. Auch Wirtschaft- und Geschäfträume zählen nicht zu der Wohnfläche. Balkone, Terassen und Loggien zählen nur mit insgesamt 25% ihrer Fläche zur gesamten Wohnfläche. Die gesamte Wohnfläche einer Eigentumswohnung oder eines Hauses bildet die Grundlage für die Planung der Finanzierung und die Bewilligung von Darlehen, da sich daraus die Grundlage für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Bauvorhabens ergibt.

Wohneigentum – Immobilien Wiki

Das Wort „Wohneigentum“ beschreibt eine Immobilie, Eigentumswohnung oder Haus, welche vom Besitzer selbst genutzt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Haus selbst gebaut oder bereits fertig gekauft wurde.
In Deutschland liegt die Wohneigentumsquote mit ca. 45% unter dem europäischen Durchschnitt, da die damit verbundenen Nebenkosten wie Notar, Grunderwerbssteuer oder Makler relativ hoch sind.
Die größte Wohneigentumsquote findet man in den ländlichen Regionen, da es in größeren Städten an Bauplätzen fehlt und diese, wenn vorhanden, für viele Arbeitnehmer unerschwinglich sind.

Faktoren für die Anschaffung von Wohneigentum sind:
1. Die Erschwinglichkeit in der Region
2. Die Bauplatzpreise
3. Die Kreditbedingungen
4. Die Förderung zum Erwerb von Wohneigentum
5. Die Mietwohnungssituation
6. Die damit verbundenen Nebenkosten, z.B. Grunderwerbssteuer

Durch die momentane Finanzkrise steigt allerdings die Nachfrage nach Wohneigentum, da dies als sichere Geldanlage gewertet wird. Dies führt momentan zu stetig steigenden Preisen und mangelndem Angebot.
Viele Menschen sehen es auch als Altersvorsorge, damit man im Rentenalter nicht von Mietpreisen abhängig ist.

Je mehr Menschen in einem Haushalt leben, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, sich Wohneigentum anzuschaffen. Viele Familien mit 2 oder mehr Kindern, benötigen auch viel Platz. Dadurch macht es Sinn, anstatt der monatlichen Miete ein Haus abzuzahlen.

Ebenso gibt es in der heutigen Zeit wieder mehr Mehrgenerationenhäuser. Das heißt, daß Großeltern, Kinder und Enkel unter einem Dach wohnen. Damit wird es auch für viele Familien finanzierbar.

Wohneigentum beschreibt also den Haus- oder Wohnungsbesitz.

Werkvertrag – Immobilien Wiki

Der Werkvertrag ist ein Begriff, der häufig im Zusammenhang mit dem Kauf von Immobilien oder Grundstücken verwendet wird. Der Werkvertrag ist ein Vertrag, der im § 631 des Bürgerlichen Gesetzbuches geregelt ist. Es handelt sich dabei um einen gegenseitigen Vertrag. Das heißt der Auftraggeber beauftragt den Auftragnehmer ein entsprechendes Werk herzustellen und der Auftraggeber verpflichtet sich dem Auftragnehmer gegenüber, dass es das Werk wie vereinbart erbringt. Das sogenannte zu erbringende Werk kann dabei zum Beispiel der Bau eines Hauses nach den Vorstellungen des Auftraggebers sein. Der Auftraggeber verpflichtet sich mit dem Abschluss eines Werkvertrages einen bestimmten Geldbetrag für die Erstellung des vereinbarten Werkes, also beispielsweise für den Bau des Hauses, zu bezahlen.

Der Werkvertrag unterscheidet sich im Vergleich zu einem Dienstvertrag also darin, dass das gewünschte Arbeitsergebnis in einem Werkvertrag genau geregelt ist. Im Falle des Hausbaus wäre es also so, dass haargenau in den sogenannten Bau- und Leistungsbeschreibungen festgelegt werden kann, wie das Haus zu bauen ist. Der Unternehmer hat das Haus also ohne Mängel zu erstellen und muss sich an die, im Werkvertrag vereinbarten, gewünschten Eigenschaften halten. Sollte das Werk, also das Haus bei der Abnahme durch den Kunden dennoch Mängel aufweisen und von den Vereinbarungen abweichen, muss dem Unternehmer zunächst die Möglichkeit gegeben werden, diese Mängel innerhalb einer angemessenen Frist nachzubessern. Wenn der Werkvertrag für die Erbringung einer bestimmten Bauleistung geschlossen wurde, wird dieser auch häufig als Bauvertrag bezeichnet.