Tilgungshypothek – Immobilien Wiki

Bei einer Tilgungshypothek handelt es sich in der Regel um eine Hypothek, welche sich sowohl aus den einzelnen Tilgungsbeträgen als auch aus den hierfür anfallenden Zinsen zusammensetzt. Für den Schuldner stellt die Tilgungshypothek eine kontinuierliche Belastung dar. In erster Linie zeichnen sich für die Vergabe einer Tilgungshypothek die Sparkassen sowie die privaten Hypothekenbanken verantwortlich.

Sofern beispielsweise die Errichtung oder der Kauf eines Eigenheims in Erwägung gezogen wird, kann hierfür bei einer Bank eine entsprechende Hypothek aufgenommen werden. In der modernen Finanzwirtschaft wird eine Tilgungshypothek nicht selten auch als Abzahlungshypothek bezeichnet. Sollte der Schuldner seinen Pflichten nicht mehr vollständig gerecht werden, kann der Gläubiger das Eigenheim des Schuldners pfänden. Der hieraus erzielte Gewinn wird in der Regel zur Tilgung der restlichen Schulden verwendet.

Tilgungssurrogat – Immobilien Wiki

In der modernen Bauwirtschaft wird ein aufgenommenes Darlehen nicht selten erst am Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit getilgt. Diese Form der Tilgung wird in der Regel als Tilgungssurrogat bezeichnet. Der Darlehensnehmer muss während der vereinbarten Vertragslaufzeit lediglich die anfallenden Zinsen vollständig tilgen. Damit ein Tilgungssurrogat eingesetzt werden kann, müssen gewisse Sicherheiten vorliegen.

Als ein angemessener Ersatz für die einbehaltenen Tilgungsbeträge werden in der Regel alle Ansprüche aus Geldanlagen anerkannt, welche einer festen Laufzeit unterliegen. So kann beispielsweise ein Bausparvertrag oder eine Lebensversicherung als Tilgungssurrogat eingesetzt werden. In den meisten Fällen werden auch Ansprüche aus einer Rentenversicherung als ein adäquater Ersatz anerkannt. Von führenden Experten wird das Tilgungssurrogat oftmals auch als Tilgungsersatz bezeichnet.

Treuhandzahlung

Die Treuhandzahlung ist ein Begriff der häufig in Verbindung mit der Baufinanzierung gebracht wird. Eine Treuhandzahlung bedeutet in diesem Zusammenhang also, dass ein Darlehen in bestimmten Fällen schon ausgezahlt werden kann, bevor alle Auflagen, wie zum Beispiel die Eintragung einer Grundschuld, erfüllt sind. Das Darlehen wird in diesem Fall allerdings nicht direkt an den Darlehensnehmer, sondern an einen sogenannten Treuhänder. Ein Treuhänder kann dabei zum Beispiel ein Notar sein. Die Zahlung wird vom Treuhänder erst dann an den eigentlichen Kreditnehmer weitergeleitet, wenn alle Auflagen vollständig erfüllt sind. Man geht beim Kauf von Immobilien und Grundstücken so vor, weil die Grundschuld als Sicherheit erst eingetragen werden kann, wenn das Objekt oder das Grundstück gekauft sind, aber andererseits erst der Kredit ausgezahlt werden kann, wenn eine Grundschuld eingetragen ist.

Tragbare Belastung – Immobilien Wiki

Die Tragbare Belastung ist ein Grundbegriff im Bereich der Baufinanzierung. Dabei bezeichnet die tragbare Belsatung den Teil der verfügbaren Einkünfte eines Kreditnehmers, die für die Tilgung des Kredites und der Zinsen aufgewendet werden können. Um die tragbare Belastung eines Kreditnehmers ermitteln zu können, werden das monatliche Netoeinkommen des Haushalts und sämtliche weitere Einkünfte als Grundlage genommen. Davon werden dann die laufenden Belastungen des Haushalts abgezogen. Dieser Wert stellt dann die tragbare Belastung eines Kreditnehmers dar, also diesen Teil seiner Einkünfte, den er monatliche zur Abzahlung des Kredites verwenden kann. Im Regelfall sind das etwa 25 bis 40 Prozent aller monatlichen Nettoeinkünfte des Haushaltes.

Tilgungssatz – Immobilien Wiki

Der Tilgungssatz ist ein Begriff der im Zusammenhang mit der Grundstücks- und Immobilienfinanzierung verwendet wird. Ein gewährtes Darlehen muss auch zurück gezahlt werden, der Tilgungssatz gibt dabei an, wie hoch die Rückzahlung sein muss. Der Tilgungssatz wird in Prozent pro Jahr angegeben. Dabei erreichnet sich der Rückzahlungsbetrag aus dem Tilgungssatz, der bei Abschluss des Darlehens vereinbart wurde und den entsprechenden Zinsen.

Beträgt also zum Beispiel die gewährte Kreditsumme 100.000 Euro und liegt der Zinsatz bei 5% pro Jahr und der Tilgungssatz bei 2% pro Jahr, dann zahlt der Kreditnehmer für sein Darlehen 5.000 Euro an Zinsen pro Jahr und tilgt mit 2.000 Euro den Kredit. Der Tilgungssatz variiert meist zwischen einem und fünf Prozent, wobei der Kreditnehmer diesen Satz selbst bestimmen kann. Je höher der Tilgungssatz ist, desto geringer ist meist der Zinssatz.

Tilgungsplan – Immobilien Wiki

Wenn jemand ein Darlehen oder Kredit aufnimmt, wird in dem Kreditvertrag genau festgelegt, wie hoch die Verzinsung ist, und wie die Rückzahlung, also die Tilgung, erfolgen soll. Des weiteren wird die monatliche Ratenzahlung bestimmt. Damit der Kunde einen Überblick über die Tilgung erhält, erstellen die Banken einen Tilgungsplan. Wie der Name schon sagt, ist er ein Plan, der den Tilgungsverlauf darstellt. Die Punkte, die in dem Tilgungsplan dargestellt sind, ist der Ursprungsbetrag, die monatliche Rate, die monatlichen Zinsen und der Anteil der Tilgung. Da durch die monatliche Tilgung die Restschuld immer geringer wird, werden die Zinsen dementsprechend auch geringer. Die Zinsen ermitteln sich aus der jeweiligen Restschuld. Wenn die Rate gleich bleibt, man spricht in diesem Fall von einer Annuität, erhöht sich der monatliche Tilgungsanteil. Der Kreditnehmer kann aus dem Tilgungsplan ersehen, wie sich die Restschuld während der Laufzeit reduziert.

Ziel des Tilgungsplanes ist es demnach, dem Kunden einen Überblick auf die Kreditentwicklung zu vermitteln. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass ein Tilgungsplan wesentlicher Bestandteil des Kreditvertrages sein muss.

Tilgungsfreie Jahre – Immobilien Wiki

Die tilgungsfreien Jahre sind ein Begriff, der im Bereich der Finanzierung von Immobilien verwandt wird. Tilgungsfreie Jahre dienen der Entlastung eines Kreditnehmers. Das heißt der Kreditgeber kann vor dem Abschluss eines Baufinanzierungsangebotes eine Zeitspanne mit dem Kreditnehmer vereinbaren, in der dieser keine Tilgungszahlungen an den Kreditgeber entrichten muss. Das geschieht zu Beginn einer Baufinanzierung, weil es für den Darlehensnehmer oft schwierig ist, direkt nach der Auszahlung eines Kredites mit der Tilgung zu beginnen. Während der tilgungsfreie Jahre zahlt der Kreditnehmer nur die anfallenden Zinsen für den gewährten Kredit. Später setzt dann die Tilgung der eigentlichen Kreditsumme wieder ein. Sollte sich die finanzielle Situation des Darlehensnehmers ändern, kann er die Zeit der tilgungsfreihen Jahre verkürzen.

Teilauszahlungszuschlag – Immobilien Wiki

Der Begriff Teilauszahlungszuschlag wird häufig in Zusammenhang mit der Finanzierung eines Hausbaus verwendet. Hier zahlt das Kreditinstitut nicht gleich die gesamte Darlehenssumme auf einen Schlag aus. Stattdessen wird das Darlehen in mehreren Teilen ausgezahlt. Gleichzeitig wird auch der Baufortschritt überwacht, um sicherzustellen, dass das ausgezahlte Geld auch wirklich für den Bau eines Hauses verwendet wird. Da dieses Verfahren beim kreditgebenden Institut einen höheren Bearbeitungsaufwand verursacht, als wenn die Summe auf einen Schlag ausgezahlt würde, wird für diese Auszahlungsvariante ein Zuschlag fällig. Die Höhe des Teilauszahlungszuschlages wird vom Darlehensgeber festgelegt. Wenn man also im Vorfeld des Hausbaus oder des Immobilienkaufes Angebote unterschiedlicher Kreditinstitute miteinander vergleicht, muss man auch diese Kosten in die Betrachtung mit einbeziehen.

Ein Teilauszahlungszuschlag fällt in der Regel bei der Finanzierung eines Bauvorhabens an. Beim Immobilienkauf wird in der Regel der komplette Kaufpreis in einem Schlag bezahlt. Somit muss das Kreditinstitut diesen Vorgang nur einmal bearbeiten und hat einen entsprechend geringeren Aufwand. Zuschläge für die Auszahlung werden bei dieser Form der Darlehensauszahlung nicht fällig.

Teilungserklärung – Immobilien Wiki

Eine Teilungserklärung spielt vor allem in Bezug auf den Erwerb einer Eigentumswohnung eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Darüber hinaus verfügen auch Mietwohnungen stets über eine Teilungserklärung. In der Bundesrepublik Deutschland muss eine Teilungserklärung direkt im Anschluss an die Errichtung eines Gebäudes mit mehreren Wohneinheiten in das jeweilige Grundbuch eingetragen werden. In einer Teilungserklärung wird detailliert festgelegt, welche Räume als eine eigenständige Eigentumseinheit angesehen werden.

Grundsätzlich können auch einzelne Teile eines Gebäudes als ein Bestandteil einer Eigentumseinheit angesehen werden. In einer Teilungserklärung können neben der Aufteilung eines Gebäudes weitere Gebäudeeigenschaften aufgeführt werden. So erweisen sich umfassende Informationen in Bezug auf die Lage oder die Größe eines Gebäudes nicht selten als besonders wichtig. Sollte im Rahmen der Erstellung einer Teilungserklärung ein Raum nicht eindeutig zugeordnet werden, verbleibt dieser im Eigentum der Gemeinschaft. Auf eine nachträgliche Herausgabe der vergessenen Räume kann nicht bestanden werden. Sowohl im Volksmund als auch in der Juristik wird die Teilungserklärung oftmals auch als Aufteilungsplan bezeichnet.

Tilgung – Immobilien Wiki

Wer eine Immobilie kauft oder baut, benötigt in der Regel einen hohen Geldbetrag für den Kaufpreis oder die Baukosten. Oftmals reichen die Eigenmittel nicht aus, so dass ein Darlehen aufgenommen werden muss. Das Wesen eines Darlehens besteht darin, dass der Kreditgeber neben einer Tilgung auch Zinsen berechnet. Es gibt nun drei Möglichkeiten der Tilgung des Darlehens.

Tilgung plus Zinsen

Hierbei ist die Tilgung monatlich konstant, die Höhe der Tilgung wird vertraglich festgelegt. Die Tilgungshöhe errechnet sich aus dem Darlehensbetrag geteilt durch die Laufzeitmonate. Zusätzlich zu diesem Betrag zahlt der Schuldner die anfallenden Kreditzinsen.

Annuitätenrate einschließlich Tilgung

Bei dieser Variante zahlt der Kreditnehmer eine gleichbleibende Kreditrate. Diese beinhaltet neben dem Zinsbetrag den Tilgungsanteil. Da die Zinsen mit zunehmender Tilgung immer geringer werden, steigt der Tilgungsanteil kontinuierlich.

Tilgung in einer Summe

Die dritte Möglichkeit der Darlehenstilgung besteht darin, dass der Kredit zu einem vorher festgelegten Termin in einer Summe getilgt wird. Hierbei spricht man von Gesamtfälligen Darlehen. Solche Zahlungen können beispielsweise aus einer fällig werdenden Lebensversicherung erfolgen. Während der Laufzeit zahlt der Kreditnehmer nur die Zinsen.

Die Tilgung regelt also wie das Darlehen zurückgezahlt werden soll.