Kapitalanlage – Immobilien Wiki

Selbstnutzung oder Vermietung:

Beim Kauf von Immobilien, die als Kapitalanlage geplant sind, muss im Verkaufsfalle zwischen einer Eigennutzung oder einer Vermietung unterschieden werden. Bei der Eigennutzung kann das Haus oder die Eigentumswohnung, vor dem Ablauf von zehn Jahren, wieder veräußert werden, ohne die sogenannte Spekulationssteuer an das Finanzamt zu entrichten.
Wird das Objekt vor der Frist der zehn Jahre verkauft, muss der Gewinn versteuert werden. Diese Variante rechntet sich nur, wenn die Immobilie sehr günstig erworben und mit einer entsprechende Gewinnspanne wieder verkauft wird.
Bei einer Kapitalanlage in einen Hausbau wird ohnehin eine Veräußerung längerfristig geplant sein, da in den meisten Fällen von einer Eigenutzung auszugehen ist.

Steuerliche Abschreibung:

Durch die steuerlichen und langfristigen Abschreibungsmöglichkeiten gehört die Geldanlage in Immobilien zu den wirtschaftlichsten Investitionen. Auch der Hauskauf eines größeren Objektes, wie ein Mehrfamilienhaus, kann eine attraktive Einkommensquelle sein, weil Mieteinnahmen und Steuerersparnis eine solide Rendite ergeben. Allerdings sind die Instandhaltungskosten, Mietausfälle und eventuellen Leerstände zu berücksichtigen. Das Mehrfamilienhaus sollte daher bereits beim Kauf
in einem gut vermietbaren Zustand sein oder man erwirbt ein älteres Objekt zu einem
sehr günstigen Preis und kalkuliert die Renovierung sofort mit ein.

Lage der Immobilie:

Besonders wichtig ist der Standort einer Immobilie. Beim Verkauf oder einer Vermietung ist der Preis sehr stark von der Lage abhängig. Wie ist das soziale Umfeld? Stimmt die Infrastruktur? Alles Fragen, die wesentlich auf die Rendite
Einfluss haben und vor dem Erwerb gut überlegt sein müssen. Hier ist es sinnvoll, sich den Rat von Fachleuten der Immobilienwirtschaft einzuholen, die den Markt kennen und dementsprechend die Preise richtig einschätzen können.

Geldanlagen im Vergleich:

Vergleicht man eine Investition in Immobilien mit anderen Geldanlagen, wie z.B. Aktien, Gold, Beteiligungen oder Zinsangeboten der Banken wird der Hausbau, Hauskauf und die Eigentumswohnung langfristig immer rentabler sein. Die Sicherheit und die verschiedenen Möglichkeiten der Nutzung, mit den steuerlichen Aspekten, spricht für die Kapitalanlage in Grundbesitz. Schnelles Geld ist hier in der Regel nicht zu machen, dafür aber ist das Risiko überschaubar und aufgrund der konstanten Nachfrage nach Eigentum und Vermietung bleibt die Wertbeständigkeit erhalten.

Kreditfähigkeit – Immobilien Wiki

Allgemeines

Die Kreditfähigkeit wird auch als Kreditwürdigkeit oder als Bonität bezeichnet. Es handelt sich dabei um die Eignung des Antragsstellers und dessen Fähigkeit den Kredit zurückzahlen zu können und zu wollen. Zudem muss der Antragssteller ein Mindestalter von 18 Jahren aufweisen.

Ausnahmen

Durch einen gerichtlichen Beschluss, kann auch Personen unter 18 Jahren die Kreditfähigkeit zugesprochen werden. Sehr alten und/oder unzurechnungsfähigen Personen kann hingegen die Kreditfähigkeit entzogen werden.

Prüfung

Hierfür haben die Kreditgeber vielerlei Möglichkeiten und zahlreiche Quellen. Um welche es sich dabei genau handelt, ist unterschiedlich und wird meist verschwiegen.

Natürlich wird überprüft wie bisher mit Geld umgegangen wurde und ob das Konto zu Monatsende bereits regelmäßig überzogen wurde. Auch etwaige Einkünfte und Ausgaben werden überprüft. Ebenso eine Rolle spielt, wie lange man bereits beim Arbeitgeber beschäftigt ist. Teilweise werden auch etwaige Zukunftschancen berücksichtigt – je nach Branche.

Wurden bereits andere Kredite abgeschlossen, so werden die vergangenen Zahlungseingänge auf Pünktlichkeit überprüft.

Kinderzulage – Immobilien Wiki

Der Staat vertritt ein großes Interesse, Familien in vielerlei Hinsichten zu unterstützen. Darunter auch mit einer Kinderzulage, um Familien zu fördern, deren Traum es ist in einem Eigenheim zu wohnen. Neben der Grundförderung, die jeder erhält, der bauen möchte, kommt nun eine so genannte Kinderzulage des Wohneigentums dazu.
Die Kinderzulage spielt keine unwichtige Rolle in der Wohneigentumsförderung, da sie bereits bei zwei Kindern, die Grundförderung übersteigt.

Am 19. Dezember 2003 wurde das Haushaltsbegleitgesetz im Rahmen der Immobilienförderung durch den Bundestag neu geregelt. Für alle Bauherren und Käufer von Immobilien, die einen Kaufvertrag unterschrieben oder einen Bauantrag gestellt haben, gilt vor dem 1. Januar 2004 noch das alte Recht.

Die Eigenheimförderung beläuft sich auf einen Zeitraum von acht Jahren. Dabei beträgt die Grundförderung jährlich 1% der Anschaffungs- und Herstellungskosten. Die Grenze liegt aber bei 1.250 Euro pro Jahr. Für jedes zu einem Haushalt gehörenden Kind wird eine Kinderzulage von 800 Euro ausbezahlt. Dabei sind Stiefkinder, eigenen Kindern gleich zu sehen. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Steuerbürger oder Ehegatte einen Anspruch auf Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag hat, ansonsten gibt es keine Kinderzulage. Dazu kommt, dass Kinder im gesamten Förderzeitraums zum Haushalt des Anspruchsberechtigten gehören oder einmal gehört haben. Kinder die auswärts studieren oder in einem Internat untergebracht sind, gehören grundsätzlich weiterhin zum Haushalt dazu.
Anders als bei der Grundförderung ändert sich die Kinderzulage nicht. Dies ist vom Gesetzgeber beabsichtigt, um auch Familien mit vielen Kindern, aber wenig Startkapital unter die Arme zu greifen und ihnen die Möglichkeit zu verschaffen, durch Förderung, zum Kauf einer kleinen oder gebrauchten Immobilie.

Katasterkarte – Immobilien Wiki

Katasterkarte – Die Grundlage für Eigentumsnachweise und Grundsteuerveranlagung

Sowohl für die Planungs-, aber auch für die Bauausführungsplanung benötigen Architekten und Ingenieure aussagekräftiges Kartenmaterial. Neben Karten, die Auskunft geben zur Topografie und den Bodeneigenschaften, spielen vor allem Informationen zu den Besitzverhältnissen und genauen Abmessungen der Grundstücke eine wichtige Rolle. An dieser Stelle werden Katasterkarten vom Katasteramt benötigt.

Katasterkarte – Definition und Abgrenzung

Als Katasterkarten werden sogenannte Liegenschaftskarten oder auch Flurkarten bezeichnet. Unter dem Begriff Liegenschaften werden in der Amtssprache die geografischen Flurstücke, aber auch Grundstücke und in der Schweiz sogar Gebäude zusammengefasst. Hier wird bereits sichtbar, dass Flur- und Grundstücke zwei verschiedene Dinge darstellen und nicht zwingend identisch sind.

Geführt werden Katasterkarten und Schätzungskarten als maßstäbliche, grafische Darstellung der Informationen des Liegenschaftskatasters. Per Definition handelt es sich darum um amtliche Nachweise zu Lage und Abgrenzung aller Grundstücke in Deutschland. Während das Grundbuch alle Grundstücke mit den jeweiligen Daten aufführt, bildet die Katasterkarte die amtliche Kartengrundlage. Beides zusammen dient dazu, die Besitzverhältnisse an Grund und Boden nachzuweisen und eine adäquate Grundsteuerveranlagung zu gewährleisten.

Übrigens handelt es sich bei dem Begriff Flurkarte streng genommen um eine veraltete Bezeichnung. Im Rahmen der flächendeckenden Digitalisierung aller behördlichen Kartenmaterialien wurde die Automatische Liegenschaftskarte, kurz ALK, eingeführt. Im Freistaat Bayern wird dieses elektronische Kartenmaterial als Digitale Flurkarte, kurz DFK, bezeichnet. ALK und DFK haben die klassische, analoge Katasterkarte somit abgelöst.

Darstellung und Informationsgehalt der Katasterkarte

Katasterkarten sind maßstäbliche Darstellungen, wobei jedoch unterschiedliche Maßstäbe in Gebrauch sind. Die Auswahl des „passenden“ Maßstabes richtet sich nach den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort und den Abmessungen der Flurstücke. Das bedeutet, dass in städtischen Gebieten die Maßstäbe 1:500 oder 1:1000 genutzt werden, während ländliche Bereiche mit deutlich kleineren Dimensionen verzeichnet sind.

Die Katasterkarten werden vor allem genutzt, um Informationen zu den Grenzen der nummerierten Flurstücke zu erhalten. Doch sie enthalten ebenso die Gemarkungs- und Gemeindegrenzen sowie Darstellungen der vorhandenen Gebäude nebst Nummer und Nutzung. Zudem machen Katasterkarten ersichtlich, welche Art der Bodennutzung vorliegt. Vielfach werden auch Grenz- und Vermessungspunkte dargestellt. Auch Angaben zur Topografie, zur Vegetation und Landmarken wie Böschungen, Zäune und Mauern werden teilweise eingefügt. Vielfach war es auch üblich, die Besitzverhältnisse direkt im Kartenmaterial einzupflegen.

Eine Sonderform der Katasterkarte ist die sogenannte Stadtgrundkarte. Sie beinhaltet zusätzliche Informationen zu Ver- und Entsorgungseinrichtungen, aber auch exakte topografische Darstellungen. Die Führung dieses Kartenmaterials obliegt den Gemeinden und Kommunen, sodass dies nicht in den Zuständigkeitsbereich des Liegenschaftskatasters fällt.

Kollektives Bausparen – Immoblilien Wiki

Wer sich fürs Bausparen entscheidet, schließt einen Vertrag über eine bestimmte Summe. Die steht dem Bauherren am Ende der Laufzeit für den Bau oder Kauf seiner Immobilie zur Verfügung. Bis es jedoch soweit ist, zahlt der Bausparer auf sein Konto ein – in der Regel einen festgelegten monatlichen Betrag. Die eingezahlte Summe wird verzinst – allerdings mit nur niedrigen Zinsen.

Der Vorteil: Das Darlehen, das der Bausparer bekommt, sobald sein Bausparvertrag zuteilungsreif ist, ist sehr günstig, da diese Zinsen ebenfalls sehr niedrig sind. Zur Zeit der Zuteilung kann der Bausparer also auf sein eingezahltes Geld zurückgreifen und auf das restliche Geld, das als Differenz zur vereinabrten Bausparsumme fehlt. Diesen Teil bekommt der Bausparer als Kredit ausbezahlt und muss ihn dementsprechend zurückzahlen.

Bausparen bringt dem zukünftigen Immobilienbesitzer drei Vorteile:

  • Er hat sich garantiert niedrige Zinsen für die Zukunft gesichert. Das ist vor allem dann interessant, wenn die Zinsen eines Annuitätendarlehens hoch sind oder steigen könnten.
  • Bausparen kann staatlich gefördert werden, zum Beispiel durch die Wohnungsbauprämie.
  • Bausparkassen geben sich in der Regel mit einem nachrangigen Darlehen zufrieden. So lässt sich der Bausparvertrag ganz einfach mit einem Bankdarlehen kombinieren.

Kaufvertrag – Immobilien Wiki

Wer sein Geld sicher anlegen möchte hat die Möglichkeit es in eine Immobilie zu investieren.

Egal ob es sich bei der erworbenen Immobilie um das Eigenheim handelt oder es lediglich eine fremdgenutzte Wohnung, aus welcher Mieteinküfte bezogen werden, sein soll…
–> Der Kaufvertrag ist ein wichtiger Bestandteil des Kaufprozesses und unterliegt einer zwingenden Formvorschrift! Bei Nichteinhaltung dieser Vorschrift kann der Vertrag unter Umständen nichtig sein.

Im Kaufvertrag ist die Lage, so wie die Beschreibung des Grundstücks ersichtlich.
Es wird geregelt, dass die Eigentumseintragung im Grundbuch nach Kaufpreiszahlung erfolgt.

Der Vertrag sollte gründlich geprüft und unter die Lupe genommen werden, denn er tritt direkt dann in Kraft nachdem er vom Notar beglaubigt und beurkundet wurde!

Vor dem Kauf einer Immobilie ist es Ratsam eine Checkliste für den Hauskauf zu erstellen, damit alle wichtigen Unterlagen vorhanden sind und keine unötigen Wartezeiten beim Abschluss des Kaufvertrags entstehen.

Kreditantrag – Immobilien Wiki

Die meisten Menschen finanzieren ihre Immobilie nicht alleine aus Eigenmitteln und müssen deshalb Fremdkapital aufnehmen. Der erste Schritt dazu, einen Immobilienkredit zu bekommen, ist der Vergleich der Zinsen bei den verschiedenen Banken und Finanzierungspartnern. Dann wählt sich der Immobilienkäufer eine oder zwei Banken aus und tritt mit diesen in nähere Verhandlungen. Der erste Schritt zu einem verbindlichen Angebot seitens der Bank ist der Kreditantrag.

Da es sich bei den ausgereichten Volumina um ein wesentlich größere Summen als beim Privatkundenkredit handelt, wird dieser Kreditantrag intensiver bearbeitet. In einem ersten Schritt wird die Bonität des Kunden geprüft, sowie dessen Eigenkapital. Es wird also die Frage geklärt, ob es überhaupt zu einer Kreditvergabe kommen könnte. Darüberhinaus wird die Frage erörtert, ob das zu finanzierende Objekt in das Kreditportfolio der Bank passt und wie hoch der Kredit im Verhältnis zum Gesamtwert des Objektes ist. Wenn die Bonität des Schuldners stimmt, das Objekt in das Portfolio passt und die Zahlenwerte stimmen, dann führt der Kreditantrag zu einem Angebot der Bank. Der Kreditantrag hat also einerseits einen ziemlich formalen Charakter, weil er der Beginn einer Geschäftsbeziehung sein kann. Andererseits gehen beide Seiten eine rechtswirksame Bindung erst mit Unterzeichnung des Kreditvertrages ein.