Immobilienmarkt – Immobilien Wiki

Der Immobilienmarkt ist zunächst einmal ein Milliardending. Es lassen sich in großem Stil, wie an der Börse, exorbitante Gewinne erzielen, man kann sich aber auch hoffnungslos verspekulieren. Die Immobilie ist besonders dann kein sicherer Hafen für Krisenzeiten, was viele Menschen a priori voraus setzen, wenn es keine oder schlechte Regelungen gibt, wie in den USA geschehen, wo die Immobilienblase 2008 platzte, weil jedes Holzhäuschen mit 17 Hypotheken belastet war, die voneinander nichts wussten. Deshalb sollten wir z. B. hier in Deutschland nicht unbedingt nur über unsere SCHUFA meckern.

Beim deutschen Normalbürger geht es beim Immobilienmarkt thematisch nicht unbedingt um den El Sharif oder ein Grand Hotel in Las Vegas, sondern eher darum, ob der Kauf eines Einfamilienhauses (EFH) oder einer Eigentumswohnung auch eine gute Geldanlage ist. Die Frage nach der Geldanlage wird aber eigentlich eher überbewertet, denn wer ein EFH oder eine Eigentumswohnung nicht als reines Spekulationsobjekt, sondern viel mehr für die eigenen Wohnzwecke erwirbt, steht sowieso auf der Gewinnerseite, weil er jahrzehntelange Mietzahlungen einspart.

Dennoch wünscht sich natürlich jeder, der Wohneigentum erwirbt, eine mittel- bis langfristige Wertsteigerung des Wohnobjekts, allein schon, um die Geldentwertung (Inflation) zumindest auszugleichen. An dieser Stelle erfährt der lokale Immobilienmarkt tatsächlich eine Wichtigkeit. Denn eines ist klar: Dort, wo die Wirtschaft aller Voraussicht nach weiter boomen wird, weil intelligente Stadtväter bereits für die nötige Infrastruktur gesorgt haben, ist auf jeden Fall mit weiter steigenden Immobilienpreisen zu rechnen. Wer sich also heute beispielsweise für eine ziemlich überteuerte Eigentumswohnung im Großraum von München entscheidet, erfährt eine relativ geringe Wahrscheinlichkeit, einen groben Fehler gemacht zu haben.

In so fern ist der Immobilenmarkt ein extrem kompliziertes Ding, von quasi unüberschaubaren Parametern gesteuert. Fazit ist: Wer in der Nähe seines Arbeitsplatzes eine Immobilie zu eigenen Wohnzwecken kaufen möchte, macht eigentlich keinen Fehler. Wer eine Immobilie allein zur finanziellen Absicherung im Alter erwerben möchte, muss sehr genau auf dessen Lage in der Nähe eines beliebten Ballungsraums achten.

Immobilenmakler – Immobilien Wiki

Ein Immobilienmakler ist ein Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer wie auch Mieter und Vermieter einer Immobilie oder Wohneinheit. Der kaufmännische Beruf wird überwiegend von selbstständigen Gewerbetreibenden ausgeübt. In Deutschland ist die Bezeichnung Immobilienmakler sowie verkürzt Makler gebräuchlich, des Weiteren wird ebenfalls von Grundstücksmaklern oder Immobilienhändlern gesprochen.

Grundsätzlich besteht keine Verpflichtung, ein Immobiliengeschäft über einen Makler abwickeln zu müssen. Andererseits ist der Kauf und der Verkauf eines Hauses für beide Seiten selten ein alltägliches Geschäft. Mit seinem Fach- und Hintergrundwissen kann der Immobilienmakler beiden Seiten Sicherheit in einem sich ständig in Bewegung befindlichen Markt geben. Zudem spielt der Zeitfaktor eine große Rolle. Der Übergang einer Immobilie kann sich monatelang hinziehen. Gerade wenn potenzielle Käufer und Verkäufer nicht am Ort des Hauses oder eines Grundstückes zugegen sein können, wird die räumliche Entfernung leicht zu einem Problem. Neben der eigentlichen Vermittlung der Objekte, gehört es zu den Aufgaben von Immobilienmaklern, diese vorab zu sichten, zu bewerten und sie über ein Exposé zu bewerben. Weiterhin kann – je nach Auftrag – das Regeln von Behörden- und Ämterangelegenheiten sowie Verhandlungen mit einem beziehungsweise mehreren Geldinstituten hinzukommen.

Die fällige Provision für einen Makler wird Maklercourtage oder kurz Courtage genannt. Deren Höhe regelt bei Kaufimmobilien der Markt. Sehr verbreitet ist die Käuferprovision, hier zahlt der Käufer für die Leistung des Maklers – unabhängig davon, wer den Dienstleister beauftragt hat. Provisionen zwischen drei und sieben Prozent (netto) sind die Regel. Günstiger wird es für einen Käufer, wenn sich Verkäufer und Käufer auf eine Zahlung der Provision zu gleichen Teilen einigen.

Instandhaltungsrücklage – Immobilien Wiki

Insbesondere bei Wohnungseigentum darf die Instandhaltungsrücklage nicht unberücksichtigt bleiben. Diese Rücklage dient der sowohl der Instandhaltung als auch der Instandsetzung einer gemeinschaftlich genutzten Wohnungsimmobilie und findet mit § 21 Abs. 5 Nr. 4 des Wohneigentumsgesetzes (WEG) die Anwendungsgrundlage.

Bei einem Neubau wird in der Eigentümerversammlung der Verwalter bestimmt, der für die zweckgemäße Anlage und Bestimmung zuständig sein wird. Gemeinsam mit den Eigentümern wird in einem Wirtschaftsplan die monatlich zu zahlenden Beiträge (Hausgeld) der einzelnen Parteien ermittelt. Der Verwalter ist dazu verpflichtet, die Beträge zinsbringend und von seinem eigenen Vermögen getrennt anzulegen, sodass im Falle seiner Insolvenz diese Gelder nicht unberechtigterweise in die Insolvenzmasse einfließen. Zudem dürfen sie nicht zweckentfremdet werden und dienen ausschließlich der Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums. Der jeweilige Anteil errechnet sich aus den reinen Baukosten pro Quadratmeter Wohnfläche und wird durch die Nutzungsdauer von 80 Jahren dividiert. Bei älteren Häusern wird diese Summe nochmals mit dem Faktor 1,5 multipliziert. Ca. 60 % bis zu 70 % dieser Summe beziehen sich dabei auf das Gemeinschaftseigentum. Dieses Prinzip basiert auf der Petersschen Formel, die nicht zwingend angewendet werden muss. Bei neueren Häusern gilt als Faustregel, dass 0,8 % bis 1,0 % des Kaufpreises ab Fertigstellung als Rücklage jährlich abgeführt werden sollte.

Besonders zu beachten ist, dass es sich bei der Rücklage um Verwaltungsvermögen handelt und bei einem Verkauf der Eigentumswohnung nicht ausgezahlt wird.