Gebrauchsabnahme – Immobilien Wiki

Die Gebrauchsabnahme ist ein Begriff, der im Bereich der Immobilie auftritt. Die Gebrauchsabnahme ist in den §§433 und 640 des Bürgerlichen Gesetzbuches geregelt. Die Gebrauchsabnahme ist demnach vor dem Gebrauch eines Hauses oder einer Wohnung formal durchzuführen. Dies geschieht zum einen durch die genehmigungspflichtige Behörde und zum anderen durch den Besteller, also dem Auftrageber. Der Auftraggeber und der Auftragnehmer haben sich im Vorfeld mittels eines Werkvertrages über die Einzelheiten des zu erstellenen Werkes, also des Hauses oder der Wohnung geeignet. Nach der Fertigstellung ist der Auftraggeber nun verpflichtet das Werk abzunehmen und zu prüfen, ob dieses so wie vereinbart erstellt wurde. Die Abnahme kann nur dann verweigert werden, wenn die Mängel wesentlich sind. Bei unwesentlichen Mängeln kann die Abnahme nicht verweigert werden. Wenn der Auftraggeber das Werk, also das Haus oder die Wohnung nicht in einer bestimmten, festgelegten Frist abnimmt, gilt das Werk dennoch als abgenommen. Bei genehmungspflichtigen Bauwerken oder Anlagen bestätigt die Bauaufsichtsbehörde, dass die entsprechenden Vorgaben eingehalten wurden. Das geschieht mit der Ausstellung des sogenannten Gebrauchsabnahmescheines.

Gebäudepass – Immobilien Wiki

Der Gebäudepass ist eine Art Urkunde, der in Deutschland für Bauwerke ausgestellt werden kann. In einem Gebäudepass werden dabei die Eigenschaften einer Immobilie dargestellt. Dabei werden viele wichtige technische und bauliche Eigenschaften und Daten dokumentiert. Das kann zum Beispiel eine Auflistung über die Materialien, aus denen eine Immobilie besteht sein. So können sich Interessenten beim Kauf einer Immobilie einen schnellen Überblick über den baulichen Zustand eines Objektes verschaffen. Dabei gilt es bei der Erstellung eines Gebäudepasses darauf zu achten, dass dieser aussagekräftige Informationen zu notwendigen Arbeiten und Instandsetzungsmaßnahmen an der Immobilie enthält. Ob für ein Gebäude ein Gebäudepass erstellt wird oder nicht, kann der Eigentümer selbst bestimmen. Es gibt also keine Pflicht.

Grundstückspreise – Immobilien Wiki

Der Wunsch nach einem Eigenheim beginnt oft mit der Suche nach einem passenden Grundstück.
Aber welche Kosten kommen wirklich mit dem Kauf eines Grundstücks auf einen zu?
Die Kosten, die man für den Kauf eines Grundstücks entrichten muss, einschließlich aller anfallenden Nebenkosten, bezeichnet man als den Grundstückspreis.
Die sogenannten Grundstücksnebenkosten setzen sich u. a. zusammen aus dem Wert des Grundstücks, den Notarkosten, den Maklergebühren, den Vermessungsgebühren und der Grunderwerbssteuer.
Zusätzlich können jedoch noch weitere Kosten anfallen. Dies können Kosten für das Freimachen von Rechten Dritter sein (beispielsweise Wegerechte), oder auch Herrichtungskosten (Abriss von Altgebäuden, Beseitigung von Altlasten) und die Erschliessungskosten.

Gebäudeversicherung – Immobilien Wiki

Das eigene Haus, oder eine Immobilie sind Werte, die für den Schadensfall entsprechend versichert sein sollten. Im Schadensfall kann das, ohne Versicherungsschutz, erhebliche finanzielle Folgen haben. Die Gebäudeversicherung ist damit für jeden Hausbesitzer unverzichtbar. In der Regel wird sie als Paket angeboten. Zum Standard gehören -Leitungswasser-, Feuer-, Hagel-, und Sturm. Dazu können mit Zusatzbeiträgen weitere Risiken, wie zum Beispiel Überschwemmung usw. abgeschlossen werden.

Versichert sind über diese Versicherung das Gebäude und alle fest damit verbundenen Teile. Im Schadensfall gilt der Versicherungsschutz bis zur abgeschlossenen Versicherungssumme.

Die Wohngebäudeversicherung wird in den meisten Fällen zum gleitenden Neuwert angeboten.
Das bedeutet, dass der Wert des Hauses ermittelt und auf einen rechnerischen Wert von 1914 umgerechnet wird. Über einen Baukostenindex erfolgt dann regelmäßig eine Angleichung der Bausumme. Wenn die Wertermittlung korrekt war, ist das Haus immer zum Neuwert versichert.

Wenn die Gebäudeversicherung nicht zum gleitenden Neuwert erfolgte, muss die Anpassung regelmäßig vom Versicherungsnehmer vorgenommen werden, oder das Gebäude ist nach einigen Jahren unterversichert.

Der Tarif einer Gebäudeversicherung hängt neben den üblichen Unterschieden der Anbieter auch wesentlich von der Bauart ab (Holz, Massiv, Leichtbau).
Im Gewerbe sind in der Gebäudeversicherung die Innenausbauten nicht enthalten (auch wenn sie fest eingebaut sind). Sie sollten über einen extra Versicherungsschutz versichert werden.

Bei Finanzierungen über Kredit wird vom Kreditgeber eine ausreichende Gebäudeversicherung gefordert.
Eine Gebäudeversicherung gilt erst, wenn das Gebäude fertig gebaut ist. In der Bauphase ist eine extra Rohbauversicherung notwendig.

Haftpflichtansprüche, die auf dem Grundstück, oder im Haus auftreten können, sind bei Einfamilienhäusern über die Privathaftpflichtversicherung (die jeder haben sollte) versichert. Für Mehrfamilienhäuser, oder bei mehreren Eigentümern ist eine extra Grundbesitzerhaftpflichtversicherung erforderlich.

Geschossflächenzahl – Immobilien Wiki

Die Geschossflächenzahl, abgekürzt GFZ, ist für Bauherren eine wichtige Maßzahl bei der Planung der Immobilie. Sie gibt das Verhältnis zwischen der Geschossfläche aller Vollgeschosse zur Fläche des Grundstücks an. Je höher die Geschossflächenzahl ist, desto größer kann auch das Gebäude gebaut werden. Ein einfaches Rechenbeispiel erläutert die Geschossflächenzahl genauer: Wenn ein Grundstück 1000 m² groß ist und die Geschossflächenzahl 2,0 beträgt, dann darf der Bauherr maximal 2,0 x 1000 m² = 2000 m² Geschossfläche errichten.

Beispielsweise könnte er ein achtgeschössiges Bauwerk mit einer Grundfläche von 250 m² errichten.

Die Geschossflächenzahl ist eng verknüpft mit der Grundflächenzahl, welche ebenfalls ein Maß der baulichen Nutzung ist. Die Grundflächenzahl gibt dem Bauherrn vor, wieviel er von seinem Grundstück bebauen darf. Für das oben genannte Beispiel müsste mindestens eine Grundflächenzahl von 0,25 oder größer bestehen.

Weiterhin ist die Baumassenzahl für bestimmte Projekte als weiteres Maß der baulichen Nutzung interessant. Die Baumassenzahl gibt das maximal zu umbauende Volumen in Kubikmeter pro Quadrameter Fläche an. Interessant wird diese Maßzahl insbesondere bei Gewerbe- oder Industriebauten.

Grundschuldzins – Immobilien Wiki

Wenn ein Darlehens- oder Hypothekengeber ein Hypothekendarlehen ausreicht, dann wird zur Sicherheit in vielen Fällen eine Grundschuld im Grundbuch der jeweiligen Kommune als zusätzliche Sicherheit eingetragen. Im Darlehensvertrag wird geregelt, welche Konditionen vereinbart worden sind, um das Darlehen zurückzuzahlen. Wichtige Eckdaten dabei sind die Höhe der (Hypotheken-)Darlehenszinsen, die Laufzeit des Vertrages und die Laufzeit des vereinbarten Zinssatzes. Zusätzlich wird aber in der Regel auch noch ein Grundschuldzins vereinbart, der um einige Prozentpunkte höher ist, wie der eigentliche Darlehenszins. Dieser Zins tritt aber erst in Kraft, wenn die vereinbarten Vertragskonditionen vom Darlehensnehmer nicht mehr bedient werden, sprich, wenn Zins- und/oder Tilgungsraten über einen vorher festgelegten Zeitraum nicht mehr erbracht werden. In diesem Falle hat der Darlehensgeber einen wesentlich höheren finanziellen Aufwand, um sein ausgeliehenes Geld zurückzubekommen.

Das kann in der Regel zu verschiedenen Beitreibungsmöglichkeiten (Pfändung des Einkommens, Auflösung von Ersatzsicherheiten usw.) bis hin zum Verkauf der als Sicherheit dienenden Immobilie gehen. Für diesen Fall ist dann nicht mehr der vertraglich vereinbarte Darlehenszins für das Darlehen maßgebend, sondern der Darlehensgeber kann und wird die ihm entstandenen zusätzlichen Kosten durch Anrechnung des Grundschuldzinses geltend machen. Mit dem Grundschuldzins wird am Ende der Liquidation genau ausrechnet und zum Ansatz gebracht, welche Kosten zusätzlich zum normalen Darlehenszins entstanden sind. Eventuell überschießende Erträge aus der Verwertung von Sicherheiten, z.B. einer (Zwangs-)Versteigerung werden dem Darlehensnehmer dabei ausgezahlt. Der Grundschuldzins hat daher nichts mit dem Grund und Boden zu tun, sondern wird von der Grundschuld (Anfangsschuld) aus berechnet.

Guthabenzins – Immobilien Wiki

Der Terminus Guthabenzins findet innerhalb der Bau- und Immobilienbranche vor allem im Bereich des Bausparens Verwendung und bezeichnet den Zins, mit dem die angesparten Bauspareinlagen verzinst werden. Er ist damit ein entscheidender Faktor einer jeglichen Baufinanzierung, sei es zur Berechnung der beantragten Darlehenssumme oder zur Berechnung des Auszahlungsbetrags am Ende der Vertragslaufzeit.

Der Grundgedanke des Guthabenzinses besteht darin, dass der in der Regel monatlich eingezahlte Sparbetrag, ähnlich wie bei anderen fest verzinslichen Sparformen, mit einem Guthabenzins verzinst wird. Nicht zu verwechseln ist der Guthabenzins dabei mit dem Darlehenszins des Bausparvertrages, der die Höhe der Zinsen bei der Aufnahme eines Darlehens bezeichnet. Während ersterer also einen Zins meint, welchen das Kreditinstitut dem Bausparer schuldet, meint letzterer eigentlich einen Schuldzins des Bausparers, den dieser seinem Darlehensgeber für die Geldleihe schuldet.

Das sich so mehrende Guthaben kann dann einerseits als Alternative zu anderen Sparformen genutzt werden, indem nach Ablauf der Vertragslaufzeit der Bausparer ein verzinstes Guthaben, ähnlich wie bei einem klassischen Sparbuch oder Tagesgeldkonto, ausgezahlt bekommt. Andererseits ist der Guthabenzins auch dann entscheidend, wenn der Bausparer die Aufnahme eines zinsgünstigen Darlehens beabsichtigt, da die Höhe des Guthabenzinses dann einen wesentlichen Einfluss darauf hat, wann die notwendige Einzahlungssumme zur Auslösung eines Darlehens erreicht wird.

In der Regel fällt der Guthabenzins aufgrund der Möglichkeit einer Darlehensgewährung niedriger als der marktübliche Zins für Spareinlagen aus. Günstig ist der Abschluss von Bausparverträgen für den Bausparer vor allem dann, wenn das allgemeine Zinsniveau während der Ansparphase niedrig ausfällt, da die Differenz zwischen Guthabenzins und sonstigem Zinsniveau geringer ist.

Gewerk – Immobilien Wiki

Klassisches Verständnis

Ein Gewerk ist eine Reihe von Arbeiten, die innerhalb einer
Bauleistung auftreten. Diese Arbeitsschritte können sowohl
handwerklicher wie auch bautechnischer Art sein. Dementsprechend
werden diese einzelnen Prozesse von Personen mit handwerklichen oder
industriellen Berufen ausgeführt.

Gewerke stammen beispielsweise aus dem Zimmerhandwerk, dem Bootsbau,
der Fliesenverlegung oder der Elektroarbeit. Dabei lässt sich ein
Gewerk abhängig von seiner Bauleistung gegebenenfalls noch
verfeinern. So zerfallen etwa traditionelle Gewerke aus dem Baubereich
in einzelne Arbeitsbereiche, zum Beispiel Stahlbetonarbeiten und
Mauerarbeiten.

Gewerke, Auftraggeber und Auftragnehmer

Ein privater Auftraggeber kann bestimmte Bauleistungen oder gar ein
komplettes Projekt von Unternehmen einkaufen, die die entsprechende
Kompetenz in unterschiedlichen Gewerken besitzen. So kann ein Privatmann den Bau seines Hauses zum Beispiel von einem einzelnen Generalunternehmer im Rahmen eines einzigen Auftrags ausführen lassen.

Öffentliche Stellen

hingegen dürfen gewöhnlich nur einzelne Gewerke bestellen. Daher müssen sie für die Errichtung einer kompletten Immobilie eine Vielzahl einzelner Aufträge ausschreiben.

Alle Gewerken können entweder einzeln abgenommen werden oder wenn das Objekt von einem Generalunternehmer erstellt wird erfolgt die Abnahme in der sogenannten Bauabnahme.

Grunderwerbssteuer – Immobilien Wiki

Die Grunderwerbssteuer fällt unter die Kategorie direkte Steuer, da sie beim Erwerb eines Grundstücks bzw. einer Immobilie fällig wird. Nur in ganz bestimmten Fällen ist der Käufer hiervon befreit.

Wer vor hat sich ein Grundstück oder eine Immobilie zuzulegen, sollte bei der Finanzierung beachten, dass beim Kauf die Grunderwerbssteuer gezahlt werden muss. Die Höhe der Steuer richtet sich dabei nach der Kaufsumme, die im Kaufvertrag niedergeschrieben ist. Auf den fälligen Kaufpreis muss ein gewisser Prozentsatz an Grunderwerbssteuer gezahlt werden. Bis vor einigen Jahren betrug dieser einheitlich 3,5 Prozent, doch mittlerweile können die Bundesländer den Prozentsatz selbst festlegen. Daher lohnt es sich in einigen Fällen durchaus die Werte zu vergleichen.
Die Abwicklung der fälligen Zahlung ist beim Abschluss des Kaufvertrages geregelt. In den meisten Fällen informiert der jeweilige Notar das zuständige Finanzamt. Danach erhält der Käufer einen Steuerbescheid mit einer entsprechenden Frist. Das Bezahlen der Steuer ist eine wichtige Voraussetzung um eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zu bekommen, denn erst dadurch kann das erworbene Eigentum ins Grundbuch aufgenommen werden. Die Grunderwerbssteuer sollte in der Baufinanzierung Planung unbedingt berücksichtigt werden.
Im Grunderwerbssteuergesetzt (GrEStG) gibt es einige Ausnahmen, in denen keine Grunderwerbssteuer gezahlt werden muss. Dies ist z.B. der Fall, wenn ein Verkauf direkt unter Verwandten stattfindet oder der Verkaufswert äußerst gering ist (unter 2.500 Euro).