Grundsteuer – Immobilien Wiki

Die Grundsteuer ist in der Bundesrepublik Deutschland eine sogenannte Substanzsteuer. Sie entsteht immer dann, sofern der Steuerpflichtige immobiles Eigentum besitzt. Aus dem Besitz einer Immobilie resultiert dann die in der Regel vierteljährlich zu entrichtende Steuerschuld an die zuständige Kommune, als dem Empfänger der Steuerschuld. Die Grundsteuer ist in der Bundesrepublik Deutschland demnach eine kommunale Steuer. Die Bemessungsgrundlage für die jeweilige Höhe der Grundsteuer bildet der Wert des Grundstückes. Der Wert eines Grundstückes wird bei Immobilien sowie bei land- und forstwirtschaftlichen Flächen in Deutschland nach dem sogenannten Einheitswert-Verfahren ermittelt.

Der Einheitswert

Der Einheitswert bildet nach dem § 1 des Bewertungsgesetzes die Grundlage der Besteuerung jedweden inländischen Immobilienbesitzes. Der Einheitswert eines Grundstückes wird durch die Finanzbehörden ermittelt und dann jeweils jährlich fortgeschrieben, bis sich der Wert des Grundstückes, beispielsweise durch Bebauung, ändert. Ändert sich der Wert eines Grundstückes, so erfolgt zum Stichtag 1. Januar auf das Folgejahr der Wertänderung eine erneute Ermittlung des Einheitswertes des Grundstückes im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens durch die zuständigen Finanzbehörden und die Versendung eines aktualisierten Steuerbescheides an den Steuerpflichtigen, also an den Besitzer des Grundstückes.

Grundsteuermesszahl und Hebesatz

Aus dem durch die Finanzbehörden ermittelten Einheitswert wird die Grundsteuermesszahl errechnet. Sie richtet sich nach der jeweiligen Grundstücksart und schwankt zwischen 3 % und 10 % des Einheitswertes. Die Grundsteuermesszahl wird mit dem Einheitswert des Grundstückes und dem jeweils von der Gemeinde festgesetzten Hebesatz multipliziert. Das Ergebnis ist die Steuerschuld. Der Hebesatz wird von den Gemeinderäten festgelegt und untergliedert sich in den Hebesatz für land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke, in den Hebesatz für normale Grundstücke und in den Hebesatz für gewerbliche Grundstücke.

Die Kirchengrundsteuer

In verschiedenen Gebieten der Bundesrepublik Deutschland ist es üblich, dass zusätzlich zur normalen Grundsteuer auch noch die sogenannte Kirchengrundsteuer erhoben wird. Diese wird immer dann fällig, sofern der Grundstückseigentümer kirchensteuerpflichtig ist und wird durch die Kirchensteuer-Gesetze der einzelnen Bundesländer geregelt. Empfänger der Kirchengrundsteuer ist die jeweilige Landeskirche oder die Diözese.

Grundsteuer-Erlaß

Unter bestimmten Voraussetzungen kann nach § 32 bis § 34 des Grundsteuer-Gesetzes die Zahlung der Grundsteuer auf Antrag des Steuerschuldners erlassen werden. Dies ist beispielsweise dann der Fall, sofern es sich um eine unter Denkmalsschutz stehende Immobilie handelt.

Autor: Michael Stolterfoht

Michael Stolterfoht ist seit 1988 Vermögensberater bei der DVAG. In der Zeit hat er viele Finanzierungen für den Hausbau und Hauskauf begleitet. Profitieren Sie von seiner Erfahrung und der nachhaltigen Baufinanzierungsplanung, damit Ihr Traum nicht nur erfüllt wird, sondern auch lange gelebt werden kann. Rufen Sie jetzt an und lassen sich kostenlos beraten: 033056 71777

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