Grundbuchamt – Immobilien Wiki

Das Grundbuchamt ist ein dem Amtsgericht unterstelltes Registergericht, das zur Führung der Grundbücher betreffend die in seinem Bezirk liegenden Immobilien zuständig ist. Die ordnungsgemäße Führung der Grundbücher obliegt den Amtsgerichten. Dort bearbeiten Urkundsbeamte und Rechtspfleger die einzelnen Grundbuchakten. Das Grundbuchverfahren ist der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstellt. Wechselt eine Immobilie aufgrund eines Kauf- oder Überlassungsvertrages den Eigentümer, so wird der Eigentumswechsel entsprechend eingetragen. Diese Änderung wird in Form des Auflassungsvormerks in das Grundbuch eingetragen. Diese Vormerkung ist notwendig, da in der Regel vom Zeitpunkt der Besichtigung der entsprechenden Immobilie oder des Grundstücks bis zur endgültigen Eintragung des neuen Eigentümers in das Grundbuch einige Zeit ins Land geht. Für diesen Zeitraum benötigt der zukünftige Eigentümer jedoch Rechtssicherheit dahingehend, dass der bisherige Eigentümer die entsprechende Immobilie nicht in betrügerischer Absicht an einen weiteren Kaufinteressenten veräußern kann. Daher ist die Eintragung der Auflassungserklärung durch das zuständige Grundbuchamt im Interesse der Rechtssicherheit aller involvierten Parteien zwingend notwendig.

Das wird im Grundbuch eingetragen

Jede Änderung im Grundbuch muss auf Antrag durch einen Notar beim zuständigen Grundbuchamt gestellt werden. Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk sich das zu veräußernde unbewegliche Eigentum befindet. Das zuständige Grundbuchamt überprüft dabei die materiell- und formalrechtlichen Voraussetzungen des jeweiligen Antrages. Unrichtige Einträge dürfen natürlich nicht vorgenommen werden. Die einzige Ausnahme besteht in einer Grundbuchänderung auf Grund einer Erbschaft. Möchte ein Erbe die geerbte Immobilie im Grundbuch auf seinen Namen eintragen lassen, reicht die Vorlegung des entsprechenden Erbscheins beim Grundbuchamt aus. Auch die Eintragung einer Hypothek wird auf Antrag durch das Grundbuchamt im Grundbuch vorgenommen. Es gibt noch weitere Vorgänge, die im Grundbuch festgehalten werden: Eine Grundschuld, eine Grunddienstbarkeit, ein Wohnrecht, ein Nutzungsrecht oder ein Wegerecht.

Treu und Glauben

In Deutschland werden Grundbücher vor allem im Interesse der Rechtssicherheit geführt. Jeder kann sich auf die Einträge im Grundbuch berufen, sie genießen den öffentlichen Glauben, bestätigt durch das Grundbuchamt. Die Grundbuchämter sind daher von Amts wegen zuständig für die Richtigkeit aller im Grundbuch vermerkten Eintragungen und Löschungen. Grundbücher sind keine der Öffentlichkeit unzugänglichen Dokumente. Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, es enthält jedoch wirtschaftliche, finanzielle und persönliche Daten betreffend den jeweiligen Eigentümer, die dem Datenschutz unterliegen. Auf Antrag beim zuständigen Grundbuchamt kann man eine Grundbuchakte einsehen, der Antragssteller muss jedoch ein berechtigtes Interesse vorweisen können.

Autor: Michael Stolterfoht

Michael Stolterfoht ist seit 1988 Vermögensberater bei der DVAG. In der Zeit hat er viele Finanzierungen für den Hausbau und Hauskauf begleitet. Profitieren Sie von seiner Erfahrung und der nachhaltigen Baufinanzierungsplanung, damit Ihr Traum nicht nur erfüllt wird, sondern auch lange gelebt werden kann. Rufen Sie jetzt an und lassen sich kostenlos beraten: 033056 71777

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