Geschossfläche – Immobilien Wiki

Geschossfläche (GF)

Grundlage für die Berechnung der Geschossfläche ist § 20 der Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (kurz: Baunutzungsverordnung). Diese definiert die Geschossfläche als Summe der Flächen, die auf Höhe jedes Vollgeschosses nach den Außenmaßen der Gebäude ermittelt werden.

Beispiel 1 – Ein kleiner Flachdach-Bungalow mit folgenden Merkmalen:
Außenmaßen: 7m auf 10m
Geschossanzahl: 1
Ergebnis: Es ergibt sich eine Geschossfläche von 70m².

Nebenanlagen
Sogenannte Nebenanlagen und sonstige bauliche Anlagen fließen nicht in die Berechnung der Geschossfläche ein. Nebenanlagen sind z.B. Loggias, Balkone und Terrassen. Sonstige bauliche Anlagen sind Garagen und Stellplätze. Die Bauordnung der Länder regelt die Einzelheiten. Diese erfragt man sich im zuständigen Bauamt oder bei der Bauaufsicht.

Beispiel 2 – Der Bungalow aus Beispiel 1 soll eine Terrasse erhalten. Diese soll die Maße 2m auf 3m haben. Außerdem möchte der Hausbesitzer eine Garage für sein Auto.
Ergebnis: Es ergibt sich eine Geschossfläche von 70m², da Nebenanlagen( z.B. Terrassen) und bauliche Anlagen(z.B. Garagen) nicht in die Berechnung der Geschossfläche einbezogen werden. Ausnahmen sind in BauNVO § 20 Abschnitt (4) bzw. im Landesrecht geregelt.

Berechnung der GF bei zweigeschossiger Bauweise

Beispiel 3 – Der Hausherr möchte ein zusätzliches Geschoss auf den Bungalow setzen. Zudem möchte er statt des Flachdaches ein flaches Satteldach auf sein Haus.
Außenmaßen Erdgeschoss: 7m auf 10m
Außenmaßen erstes Geschoss: 7m auf 10m
Ergebnis: Es ergibt sich eine Geschossfläche von 140m². Ein flaches Satteldach wird im Allgemeinen nicht als Vollgeschoss gewertet und somit auch nicht in die Berechnung der Geschossfläche einbezogen. Ausnahmen bilden Aufenthaltsräume, die im Dachgeschoss liegen. Einzelheiten hierzu regeln die Bauverordnungen der Länder.

Die Geschossflächenzahl (GFZ)
Sie wird aus der Geschossfläche und der Grundstücksfläche berechnet. Sie ist ein Steuerungselement der Gemeinden, um die Bebauungsdichte steuern zu können.

Beispiel 4:
Der Bungalow aus Beispiel 1 steht auf einem 670m² Grundstück.
Ergebnis: Die GFZ beträgt 0,104 (70m²: 670m²=0,104)

Brutto-Grundfläche (BGF)
Die BGF setzt sich zusammen aus der Netto-Grundfläche (NGF) und der Konstruktions-Grundfläche (KGF). Die Grundfläche eines Gebäudes ist diejenige Fläche, mit der ein Gebäude den Boden berührt. Sie wird auch bebaute Fläche genannt.

Zum nachlesen:
Die Baunutzungsverordnung kann kostenlos auf den Seiten des „Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz“ heruntergeladen werden. Link: BauNVO

Autor: Michael Stolterfoht

Michael Stolterfoht ist seit 1988 Vermögensberater bei der DVAG. In der Zeit hat er viele Finanzierungen für den Hausbau und Hauskauf begleitet. Profitieren Sie von seiner Erfahrung und der nachhaltigen Baufinanzierungsplanung, damit Ihr Traum nicht nur erfüllt wird, sondern auch lange gelebt werden kann. Rufen Sie jetzt an und lassen sich kostenlos beraten: 033056 71777

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