Finanzierung aus einer Hand – Immobilien Wiki

Wer sich eine Immobilie kaufen möcht, braucht nicht nur ein schönes Objekt, das sich zu kaufen lohnt, sondern auch einen guten Plan, wie der Kauf finanziert werden kann. In den meisten Fällen steht ein gewisser Betrag als verfügbares Eigenkapital zur Verfügung. Der fehlende Rest wird in Form von Darlehen oder Hypotheken aufgenommen. Doch was bedeutet dies im Zusammenhang mit der Formulierung „Finanzierung aus einer Hand“?

Ein Berater – eine Bank – für alles

Um letztlich die Übersicht über seine eigenen Finanzen zu behalten, ist es ratsam, sich in die Hände eines Finanzierungsfachmannes zu begeben. Dies kann sowohl der Mitarbeiter einer renomierten Bank mit separater Immobilienabteilung sein. Dies kann auch ein selbstständig arbeitender Finanzberater sein. Letzterer wird aufgrund seiner Erfahrung mit verschiedenen Kreditgebern im Auftrag des Kreditnehmers in Kontakt treten.

Doch ob nun Bankangestellter oder selbstständiger Berater – Diese Person faßt die vorhandenen Finanzdaten zusammen und ermittelt den notwendigen Kreditbedarf. Ebenso wird er den Kunden über die Absicherung der benötigten Differenzsumme informieren. Er übernimmt die Formalitäten und koordiniert sämtliche Leistungen. Falls die Möglichkeit einer Förderung, beispielsweise durch die KfW-Bank, besteht, wird er diese in sein Finanzkonzept einbinden.

Finanzierung aus einer Hand – zur eigenen Sicherheit

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, in kleinen Schritten bei Bedarf immer wieder neue Kredite oder Hypotheken bei verschiedenen Bank aufzunehmen. Jedoch ist es als Privatman und Bauherr nicht immer einfach, alles Verbindlichkeiten im Blick zu behalten, da die Konzentration auf dem Projekt lastet. Es ist also zum eigenen Besten, wenn eine Finanzfachmann zur Überwachung des Bau- bzw. Kaufdarlehns eingesetzt wird. Denn auch beim Bauen wirft niemand Geld zum Fenster hinaus!

Fertighaus – Immobilien Wiki

Trotz niedriger Bauzinsen müssen Bauherren genau auf ihr Geld und die Finanzierung schauen. Ein Fertighaus ist dabei um einiges kostengünstiger, als ein vergleichbares Massivhaus. Der Hauptgrund liegt in den industriell vorgefertigten Montageteilen, die nur noch vor Ort zusammengebaut werden müssen. Das Angebot an verschiedenen Häusermodellen ist mittlerweile sehr groß. Auch ein individueller Innenausbau stellt kein Problem dar.

Die gängigsten Fertighaustypen sind folgende

Das Ausbauhaus

Beim Ausbauhaus wird die äußere Hülle vom Hersteller komplett gebaut, während den Innenausbau der Immobilienbesitzer übernimmt.

Das Bausatzhaus

Beim Bausatzhaus werden sämtliche Bauteile an den gewünschten Standort geliefert. Die komplette Montage übernimmt der Bauherr selbst.

Das schlüsselfertige Haus

Dies ist die gängigste Variante. Die Hersteller Firma übernimmt den ganzen Außen- und Innenausbau. Alles erfolgt aus einer Hand. Das fertige Haus wird am Ende schlüsselfertig übergeben.

Zügiger Bauverlauf

Eine Fertighausvariante bietet zukünftigen Immobilienbesitzern einige Vorteile. So können diese sehr entspannt an das Unternehmen „Hausbau“ herangehen. Denn von der ersten Planung, bis hin zur gewünschten Fertigstellung, steht ihm der Hersteller zur Seite. Das Projekt erstreckt sich dabei auf einen überschaubaren Rahmen, denn durch einen zügigen Bauverlauf, kann auch eine konkrete Zeitplanung erstellt werden. Da bei der Baumaßnahme keine feuchten Decken oder Wände einkalkuliert werden müssen, ist ein schneller Bau gewährleistet.

Hohe Energieeffizienz

Durch die präzise Vorfertigung der Bauteile, ist ein Fertighaus sehr energieeffizient. Durch die exakte Bemessung, können Wärmebrücken oder größere Ritzen erst gar nicht entstehen. Außerdem wird während der Produktion bereits eine Gebäudehülle mit modernen Techniken kombiniert. Dazu gehören neben fortschrittlichen Heiztechniken auch Photovoltaik Systeme. Auch können solche Modelle als Passivhaus Variante konzipiert werden, um die Nebenkosten möglichst gering zu halten.

Feuerversicherung – Immobilien Wiki

Mit einer Feuerversicherung werden alle durch einen Brand verursachten Schäden an der versicherten Immobilie abgedeckt. Auch einige Folgekosten verursacht durch Abbruch- oder Aufräumkosten können über eine Feuerversicherung abgesichert werden. Bei Bedarf ist es auch möglich nachfolgende wegbrechende Einnahmen wie beispielsweise Mieteinnahmen in den Vertrag mit aufzunehmen.

Üblich ist es unter den Versicherern bei Abschluss einer Feuerversicherung für eine Immobilie auch eine Feuerrohbau- Versicherung zu gewähren. Diese ist meist prämienfrei und versichert das Objekt, während es sich in einer Bau- oder Umbauphase befindet vor Schäden durch einen Brand, Blitzschlag oder eine Explosion. Die Einzelheiten über die Gewährung dieser Zusatzleistung sind jedoch mit der Versicherung vor Ort individuell abzuklären.

Ein Brand wird in den Verträgen einheitlich als Feuer, das seinen bestimmungsgemäßen Herd verlassen hat oder gar keinen besitzt, definiert. Der Verbrennungsvorgang muss außerdem unter Sauerstoffzufuhr geschehen und ferner mit einer Lichtentwicklung verbunden sein. Zudem muss das Feuer dazu in der Lage sein sich selbstständig ausbreiten zu können.

Eine Feuerversicherung gehörte früher zu den wichtigsten Pflichtversicherungen, doch in Deutschland wurde diese Pflicht abgeschafft und so verlor sie auch deutlich an Bedeutung. Heute wird auf eine solche Versicherung eine sogenannte Feuerschutzsteuer erhoben, die in Deutschland 8,8 % der Feuerversicherungsprämie beträgt. Diese Steuer wird zur Finanzierung der Feuerwehren genutzt.
Die ersten Feuerversicherungen gab es 1676 mit der Hamburger Feuerkasse oder 1623 bei Danzig mit der Tiegenhöfer Brandordnung.

Artverwandte und ähnliche Begriffe: industrielle Feuerversicherung, Feuerrohbau- Versicherung, Feuerschutzsteuer, Gebäudeneubauversicherung, Bauleistungsversicherung, Brandversicherung

Freistellungsauftrag – Immobilien Wiki

Bei einem Freistellungsauftrag handelt es sich um einen Auftrag, welcher zumeist als vorgedrucktes Formular von Banken, Sparkassen und Versicherungen, aber auch Bausparkassen und anderen Geldinstituten, Sparern zur Verfügung gestellt wird, um Kapitalerträge vom automatischen Steuerabzug freizustellen. Ohne erteilten Freistellungsauftrag oder aber beim Überschreiten der sogenannten Freibetragsgrenzen (1.602 Euro/ beim Ehepaar und 801 Euro/ beim Single) sind alle Kreditinstitute verpflichtet aus allen Zinserträgen 25 Prozent Einkommensteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag und auch ggf. Kirchensteuer) ans Finanzamt abzuführen.

Veranlassungen bei Hypothekendarlehen

Direkt bei einer Baufinanzierung wird ein Freistellungsauftrag zwar nicht erforderlich werden, allerdings sobald beispielsweise ein Tilgungsaussetzungsinstrument
(Bausparvertrag, kapitalbildende Lebensversicherung oder ein Fondsparplan) zur Finanzierung mit eingesetzt und dann auch bespart wird, muss für diese Sparanlage ebenfalls ein Freistellungsauftrag gestellt werden. Mit Zugang des Auftrages bei der Bank erhält diese formell den Auftrag alle Zinserträge bezw. Dividendeneinkünfte, oberhalb der Sparerfreigrenzen, direkt ans Finanzamt abzuführen. Weitere Veranlassungen muss der Sparer dem Fiskus gegenüber dann nicht mehr treffen. Sollte ein Freistellungsauftrag vom Sparer zu spät oder gar nicht erteilt worden sein, kann dieser die bis dahin bereits seitens der Bank ans Finanzamt abgeführten Steuerbeträge (Quellensteuer), bis zur Höhe der Freibeträge, in der persönlichen Einkommenssteuererklärung wieder geltend machen.

Finanzierungsplan – Immobilien Wiki

Bei einem Hausbau oder einem Hauskauf geht der Bauherr oder Käufer langfristige finanzielle Verpflichtungen ein, die stets mit einem Risiko behaftet sind. Deshalb ist es notwendig vor dem Bauvorhaben, die eigene finanzielle Situation zu kennen und die finanziellen Verpflichtungen, die sich durch den Bau eines Hauses oder den Kauf ergeben, mit zu berücksichtigen.

Was bei einem Finanzierungsplan beachtet werden sollte.

Vor der Erstellung des konkreten Finanzierungsplans sollten die finanziellen Wünsche und Ziele dargestellt werden. Dazu ist eine Einkommens-, eine Liquiditäts-, eine Risiko-, und eine Vermögensaufnahme erforderlich. Nun gilt es die gesammelten Daten auszuwerten. Das Ergebnis ist eine ausgezeichnete Aufstellung der tatsächlichen finanziellen Situation. Damit ist eine gute Basis für den Finanzierungsplan geschaffen.
Der Finanzierungsplan des Bauvorhaben oder des Kaufvorhabens besteht aus einzelnen Bausteinen. Alle Kosten werden berücksichtigt und eine Kalkulation der monatlichen Kosten und der Entwicklung des Darlehns bis zum Finanzierungsende wird erstellt.
Alle Details, dazu gehören auch die Tilgungspläne werden dargestellt. Es werden mehrere Berechnung gemacht, die die unterschiedlichsten Finanzierungsmodelle mit berücksichtigen. Damit wird ein Variantenvergleich möglich. Die Darlehnsnehmer bekommen mit dem Finanzierungsplan eine nützliche Entscheidungshilfe an die Hand.
Alle relevanten Kosten und der Finanzierungsbedarf werden ermittelt. Es werden alle Darlehnsarten und Finanzierungsbausteine berechnet. Die Fremdmittel wie Darlehn werden in einer Finanzierungsübersicht dargestellt. Die steuerlichen Aspekte werden beachtet.

Was beachtet werden sollte.

Die Angaben in einem Finanzierungsplan sollten realistisch sein. So wäre etwa die falsche Darstellung des Nominalzinses kontraproduktiv. Es sollte mit einem Zinssatz von mindestens 7 % kalkuliert werden. Ergibt sich dann ein niedriger Zinssatz kann der Tilgungssatz erhöht werden.

Festdarlehen – Immobilien Wiki

Bei einem Festdarlehen handelt es sich um ein langfristig festgeschriebenes Hypothekendarlehen. Anders als bei einem Annuitätendarlehen werden beim Festdarlehen lediglich die Zinsen während der Festschreibungszeit gezahlt. Die Tilgung erfolgt dann am Ende der Zinsfestschreibungszeit in einem Einmalbetrag. Da allerdings nach deutschem Bankenrecht jedes Hypothekendarlehen zwingend auch getilgt werden muss, muss gleichzeitig mit dem Kreditvertragsabschluss für das Festdarlehen, auch noch ein Bausparvertrag oder eine Lebensversicherung zur sogenannten „endfälligen Tilgung“ des Darlehens abgeschlossen werden. Hierbei wird dann auch festgelegt in welcher Höhe die Sparleistung auf Bausparvertrag oder Lebensversicherung erfolgen muss. Ähnlich wie beim Annuitätendarlehen wird ein Tilgunssatz ab 1% aufwärts festgelegt. Dieser Betrag ergibt dann den Sparbetrag welcher auf die Lebensversicherung, den Bausparvertrag oder aber auch einen Fondsparplan monatlich einbezahlt werden muss. Selbstverständlich werden die jeweiligen Sparverträge an den Kreditgeber (Zessionar) abgetreten und dürfen nicht anderweitig verwendet werden.

Vorteil: Schuldzinsen sind in voller Höhe absetzbar, allerdings nur wenn es sich um eine gewerbliche Nutzung oder auch private Vermietung der Immobilie handelt. Daher werden Festdarlehen überwiegend auch nur zu diesem Zweck eingesetzt.

Nachteil: Das Darlehen bleibt über die gesamte Zinsfestschreibungzeit ungetilgt. Die Erträge, welche in den jeweiligen Sparanlagen erwirtschaftet werden, reichen zumeist nicht aus um den Zinsnachteil auszugleichen, der durch eine fehlende kontinuierliche Tilgung entsteht. Vor allem gilt dies dann wenn, wie bei einer privaten Immobilienfinanzierung, kein Schuldzinsabzug steuerlich geltend gemacht werden kann.

Achtung: Oft wird das „Fest-darlehen“ mit einem Festzinsdarlehen verwechselt. Das „Fest“ beim Festdarlehen bezieht sich allerdings auf den Kreditbetrag, welcher über eine zuvor mit dem Kreditgeber vereinbarte Zeit „Fest“ bleibt, also nicht laufend getilgt werden darf. Die Zinsen hingegen können beim Festdarlehen variabel oder auch auf eine Laufzeit von in der Regel 5, 10, 15, oder sogar bis zu 30 Jahren fest vereinbart werden. Daher sollten beim Festdarlehen zusätzlich Sondertilgungen vereinbart und angestrebt werden. Ebenso kann es recht riskant werden, wenn zur Tilgung eine kapitalbildende Lebensversicherung herangezogen wird. Zum einen darf die Ablaufleistung den Kreditbetrag nicht übersteigen, sonst wird dies für den Ertrag steuerschädlich. Und zum anderen ist es gerade in jüngerer Zeit geschehen, dass die von den Versicherungsgesellschaften prognostizierten Ablaufleistungen nicht erwirtschaftet werden konnten und so dann die Restschuld bei Ablauf der vereinbarten Darlehenslaufzeit nur teilweise getilgt werden konnte.

Finanzierungsbedarf – Immobilien Wiki

Der Begriff Finanzierungsbedarf ist geläufig und kann in allen möglichen Situationen notwendig sein. Am häufigsten wird der Begriff jedoch bei der Kreditbeschaffung genannt, hier vor allem bei der Kreditaufnahme im Rahmen einer Baufinanzierung.

Die Berechnung der Finanzierung
Vor allem Bauherren müssen vorab ihren Finanzierungsbedarf ermitteln, welche Eigen- und Fremdmittel beschafft werden müssen, um das entsprechende Investitionsvorhaben zu realisieren. Diese Bedarfsrechnung wird durch die Bank vorgenommen, die eventuelle Kredite zur Verfügung stellt. Der gesamte Bedarf ist hierbei die Summe aller Ausgaben, die nötig sind, um das gesamte Vorhaben, also den Bau eines Eigenheimes, durchführen zu können.

Der Kreditbedarf muss präzise ermittelt werden
Besonders bei der Baufinanzierung muss der gesamte Bedarf präzise ermittelt werden. Hier helfen sicherlich Berater der Hausbank, doch jeder sollte vorab schon einen gewissen Plan im Kopf haben, damit es am Ende keine böse Überraschung gibt. Bei der Baufinanzierung müssen nachfolgende Posten unbedingt berücksichtigt werden. Dies sind der Kaufpreis, die Baukosten (beim Kauf eines Hauses die Sanierungskosten), die Grunderwerbssteuer sowie die Notargebühren. Vom gesamten Finanzierungsbedarf muss das vorhandene Eigenkapital sowie die eventuelle Eigenleistung abgezogen werden, hieraus ergibt sich dann die Summe, die fremdfinanziert werden muss. Bei Bausparverträgen muss auch der Zuteilungszeitraum berücksichtigt werden, hier ist eventuell eine Zwischenfinanzierung möglich.

Fazit
Den Finanzierungsbedarf ermitteln Sie ganz einfach in drei Schritten. Erstellen Sie eine Vermögensaufstellung und ermitteln das verfügbare Eigenkapital. Laut Vermögensaufstellung ist die Verfügbarkeit der Vermögenwerte zu prüfen. Eine Finanzierungsreserve ist immer einzuplanen, da unvorhergesehen Ausgaben sehr schnell ein Loch in die Kasse reißen können. Wenn dies alles berücksichtigt wird, kann nichts mehr schiefgehen.

Festsetzungsbescheid – Immobilien Wiki

Ein Festsetzungsbescheid ist ein Begriff der häufig im Bereich von Immobilien und Grundstücken auftritt. Der Bescheid dient der Festsetzung des Wertes eines Grundstückes und der darauf befindlichen Immobilie. Dieser Wert wird von dem zuständigen Finanzamt ermittelt. Das geschieht nachdem ein Grundstück mit oder ohne Bauwerk vererbt oder verschenkt wurde. Das Finanzamt ermittelt den Wert, um die Erbschafts- oder Schenkungssteuer festzusetzen. Der einmal ausgestellte Festsetzungsbescheid ist bindend. Sollten Sie mit der Festsetzung des Wertes nicht einverstanden sein, können Sie schriftlich Einspruch gegen diesen Bescheid einlegen. Bei der Bewertungen eines Grundstückes oder Bauwerkes richtet man sich nach den ortüblichen Bodenrichtwerten. Das sind allerdings Durchschnittswerte, die bei Bedarf durch das Finanzamt nach oben oder nach unten angepasst werden können. Wenn Sie der Meinung sind, dass der festgesetzte Wert für die steuerliche Ermittlung zu hoch ist, können Sie mittels eines Gutachtens den Verkehrswert herunter setzen lassen. Allerdings sind die Kosten des Gutachtens in jedem Fall von Ihnen selbst zu tragen.

Flurstück – Immobilien Wiki

Grundstücke für Häuser o.ä. sind in Flurstücke unterteilt und verfügen über ein Kennzeichen, die sogenannte Flurstücknummer. Dieses Kennzeichen besteht aus einem Buchstaben und einer Zahl oder mehreren Zahlen. Durch diese Kombination sind sie eindeutig auf bestimmte Gebiete zuordenbar. Die Zuordnungen sind zum Beispiel für Eintragungen im Grundbuch relevant, um Grundstücksgrenzen klar zu definieren bzw. abzugrenzen. Die Flurkarte gibt genaue Auskunft über Größe, exakte örtliche Lage und Nutzung des Grundstücks.

Sämtliche Flurstücke einer Stadt oder Gemeinde sind in einer Flurkarte verzeichnet – der sogenannten Katasterkarte. Die Flurkarte unterliegt der Verantwortung des Vermessungs- und Katasteramtes, welches sie stetig auf dem aktuellen Stand hält.

Flurkarte – Immobilien Wiki

Definition und Aufgaben der Flurkarte

Die Flurkarte wird auch Liegenschaftskarte oder Katasterkarte. Es handelt sich bei ihr um eine maßstabsgetreue Darstellung der Liegenschaften (der Flurstücke und Grundstücke). Mit der Schätzungskarte, die die Ergebnisse der Bodenschätzung aufzeigt, bildet die Flurkarte den bildenden Teil des Liegenschaftskataster.
Die Flurkarte stellt den Nachweis der Lage und der Grenzen der Grundstücke dar und ist die amtliche Kartengrundlage des Grundbuches. Damit ist die Karte auch die Sicherung des Eigentums an Grund und Boden und die Basis für eine gerechte Grundsteuerveranlagung.
Heute ist die klassische Flurkarte durch die automatisierte Liegenschaftskarte ersetzt wurden. Die automatisierte Liegenschaftskarte ist die digitale Version der Flurkarte und hat die selben Aufgaben.

Hauserwerb und Flurkarte

Das Katasteramt ist die Behörde zur Vermessung und Kartenerstellung für die regionalen Liegenschaften des Landkreise.
Der Bauherr wendet sich an das Katasteramt, wenn er wichtige Grundstückunterlagen braucht. Am wichtigsten ist dabei die Flurkarte. Auf ihr findet der Bauherr sein Grundstück und die angrenzenden Grundstücke. Die Flurkarte zeigt genau die Form des Grundstücks, wie das Grundstück geschnitten ist, in welche Himmelsrichtung das Grundstück gerichtet ist.
Weiter erfährt der Bauherr so, an welche Straßen, Eisenbahnlinien oder Gewässer grenzt.
Für die Banken, die dem Erwerber oder Bauherr einen Baukredit geben, ist die Flurkarte von Interesse, weil sie so das Grundstück hinsichtlich seiner Lage beurteilen können. Mögliche Probleme, die sich aus der Lage des Grundstücks ergeben und für die Kreditvergabe wichtig sind, werden so sofort erkannt.