EURIBOR – Immobilien Wiki

EURIBOR ist die Abkürzung für Euro Interbank Offered Rate. Er stellt einen Referenz-Zinssatz dar, der sich an den Zinssätzen orientiert, zu dem Banken aus ganz Europa untereinander Fonds verleihen und ausleihen. Dabei werden in der Rechnung die höchsten und die niedrigsten 15% aller Sätze aus der Rechnung genommen, um starke Abweichungen im Mittel zu vermeiden. Die verbleibenden Sätze werden also entsprechend gemittelt und auf drei Nachkommastellen gerundet. Die Euribor-Raten werden täglich um 11 Uhr nach mitteleuropäischer Zeit festgelegt.

Wenn von Euribor die Rede ist, wird oft gesagt, dass es um DEN Euribor geht, als gäbe es nur eine einzige Euribor-Rate. Dies ist nicht korrekt, da es acht verschiedene Euribor-Raten geht, die sich in ihrer Laufzeit unterscheiden. Bis November 2013 wurde der Euribor noch mit 15 unterschiedlichen Laufzeiten ermittelt, wobei die aktuellen Laufzeiten einen wöchentlichen und zwei-wöchentlichen Rhythmus sowie einen Rhythmus von ein, zwei, drei, sechs, neun und zwölf Monaten haben.

Der Euribor besteht seitdem die Eurozone auch in der Finanzpolitik näher zusammen arbeitet. Die ersten Euribor-Daten wurden konkret am 30. Dezember 1998 veröffentlicht. Wenige Tage vor der offiziellen und gesetzlichen Einführung des Euro am 1. Januar 1999. Zuvor existierten nationale Vergleichsraten wie der PIBOR (Frankreich) und der FIBOR (Deutschland), die jedoch mit Einführung von EURIBOR hinfällig wurden.

Wodurch werden die Euribor-Raten bestimmt?

Wie alle ökonomischen Faktoren wird auch der Euribor letztlich von Angebot und Nachfrage bestimmt. Als Referenten von Angebot und Nachfrage gelten hierbei im Grunde alle größeren Banken Europas, die unter einander Geldgeschäfte ausmachen. Da die Banken natürlich ein Bestandteil des wirtschaftlichen Systems sind, spielen äußerliche Faktoren hierbei natürlich einen immensen Faktor. Die vorgegebene Zinsrate der EZB ist hier der erste Orientierungspunkt für die Banken, aber auch andere Faktoren wie das Wirtschaftswachstum der Länder, Staaten etc. oder auch die allgemeine Inflationsrate haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Zusammensetzung von Euribor.

Warum ist Euribor so wichtig?

Die Euribor-Daten bilden die Grundlage für die Gestaltung des Preises und des Zinssatzes sämtlicher finanzieller Produkte, egal ob es sich dabei um Kredite, Sparkonten, Zins-Swaps oder Fonds etc. handelt.

Autor: Michael Stolterfoht

Michael Stolterfoht ist seit 1988 Vermögensberater bei der DVAG. In der Zeit hat er viele Finanzierungen für den Hausbau und Hauskauf begleitet. Profitieren Sie von seiner Erfahrung und der nachhaltigen Baufinanzierungsplanung, damit Ihr Traum nicht nur erfüllt wird, sondern auch lange gelebt werden kann. Rufen Sie jetzt an und lassen sich kostenlos beraten: 033056 71777

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