Eigenheimzulage – Immobilien Wiki

Aus diversen Gründen heraus, wozu auch die Unterstützung bei einer effektiven Form der individuellen Altersvorsorge zählt, fördert der Bund die Errichtung oder den Erwerb von selbst genutztem Wohnraum.

Das Eigenheimzuagegesetz von 1997

Die rechtliche Grundlage dieses bedeutenden Subventionsinstrumentes, für das allein im Jahre 2004 die Summe von 11 Milliarden Euro ausgeschüttet wurde, ist das Eigenheimzulagesetz aus dem Jahre 1997. Hiernach ist jeder im Inland unbeschränkt Steuerpflichtige, der innerhalb der Europäischen Union oder innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (Ausnahme ist Liechtenstein) ein Eigenheim oder eine Wohnung zur Eigennutzung errichten oder erwerben möchte, antragsberechtigt.

Antragsvoraussetzungen

Das Objekt muss dabei eine Mindestgröße von 25 Quadratmetern aufweisen, so schreibt es der Gesetzgeber vor und muss selbst als Wohnraum genutzt werden oder aber einem Angehörigen zur unentgeltlichen Nutzung als Wohnraum überlassen werden. Eine gewerbliche Nutzung, auch die Vermietung, ist nicht durch die Eigenheimzulage förderfähig. Die Höhe der Eigenheimzulage richtet sich regelmäßig nach den Herstellungskosten oder aber nach den Anschaffungskosten der jeweiligen Immobilie. Auch darf der Objektverbrauch der Immobilie noch nicht eingetreten sein und die Höhe der jährlichen Einkünfte der Antragsteller darf eine gewisse Größenordnung nicht überschreiten. Bei Alleinstehenden berägt die Höhe der jährlichen Einkünfte 70.000 Euro, bei Verheirateten 140.000 Euro. Berücksichtigt werden dabei jeweils die letzten 2 Jahre vor der Antragstellung. Ferien- und Wochenendhäuser, Ferien- und Wochendwohnungen sowie Wohnungen, die im Rahmen der doppelten Haushaltsführung ganz oder teilweise steuerlich zur Geltendmachung von Werbungskosten oder Betriebskosten eingesetzt werden, können gleichfalls nicht gefördert werden. Als unabdingbares Kriterium der Förderung gilt ebenfalls, dass die Wohnung abgeschlossen sein muss, also über einen separaten Zugang zu verfügen hat.

Dauer und Umfang

Die Dauer der staatlichen Förderung beträgt dabei regelmäßig 8 Jahre. Ausbauten und Erweiterungen bereits bestehenden Wohneigentumes werden durch die Eigenheimzulage aktuell nicht mehr gefördert. Alleinerziehende können die Eigenheimzulage jeweils nur für ein Objekt, Verheiratete, die ihr Einkommen gemeinsam steuerlich veranlagen, können die Eigenheimzulage unter den genannten Voraussetzungen für zwei Objekte in Anspruch nehmen. Ein Eigenheim oder eine Wohnung gilt im Sinne des Eigenheimzulagegesetzes jeweils dann als hergestellt, sofern eine Bezugsfertigkeit der Immobilie vorliegt. Der Anspruch auf die Eigenheimzulage beginnt mit der Nutzung zu Wohnzwecken und endet mit Abschluß der Eigennutzung.

Autor: Michael Stolterfoht

Michael Stolterfoht ist seit 1988 Vermögensberater bei der DVAG. In der Zeit hat er viele Finanzierungen für den Hausbau und Hauskauf begleitet. Profitieren Sie von seiner Erfahrung und der nachhaltigen Baufinanzierungsplanung, damit Ihr Traum nicht nur erfüllt wird, sondern auch lange gelebt werden kann. Rufen Sie jetzt an und lassen sich kostenlos beraten: 033056 71777

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