Effektiver Jahreszins – Immobilien Wiki

Geht es um den effektiven Jahreszins, spielt dieser nicht nur bei einem Raten- oder Konsumkredit eine wichtige Rolle, sondern auch bei einer Baufinanzierung. In diesem Fall muss dieser Zins gesondert ausgewiesen werden, damit er für Immobilienkäufer transparent ist. So sieht es jedenfalls der Gesetzgeber vor und hier gibt es auch keine Ausnahmeregelungen.

Die Voraussetzungen

Damit eine Baufinanzierung zustande kommt, muss eine genaue Kalkulation vorliegen. Denn nur wenn sichergestellt ist, dass ein Darlehen auch pünktlich und ordnungsgemäß zurückbezahlt werden kann, wird eine Bank oder ein Kreditinstitut einer solchen Finanzierung zustimmen.
Der effektive Zinssatz fällt bei einer Baufinanzierung umso günstiger aus, je höher die Bonität des Kreditnehmers ausfällt. Dies hängt zum einen vom monatlichen Einkommen, als auch von vorhandenen Sicherheiten ab.
Auch eine positive Schufa Auskunft muss bei der Beantragung einer solchen Finanzierung vorlegen, ansonsten wird es keine Zustimmung für den Kredit geben.

Was ist der effektive Jahreszins?

Beim Nominalzins handelt es sich um den Nennwert des eigentlichen Bauspardarlehns, welcher mit dem Gewinn des Baufinanziers gleichzusetzen ist. Der effektive Zins umfasst auch Gebühren und Nebenkosten, die bei einer Finanzierung anfallen.

Genau vergleichen

Bei einem Bau- oder Immobiliendarlehen handelt es sich oftmals um eine sehr hohe Summe, bei denen bereits eine kleine Änderung bei den Zinsen eine große Auswirkung haben kann. Diese machen sich dann bei den Gesamtkosten bemerkbar und im schlimmsten Fall muss eine komplett neue Kalkulation aufgestellt werden.
Bevor eine Entscheidung für ein solches Darlehen gefällt wird, sollten immer mehrere Angebote eingeholt und verglichen werden. Denn nur mit einem Vergleich kann geprüft werden, welches Finanzierungsangebot am Ende das Beste ist.

EURIBOR – Immobilien Wiki

EURIBOR ist die Abkürzung für Euro Interbank Offered Rate. Er stellt einen Referenz-Zinssatz dar, der sich an den Zinssätzen orientiert, zu dem Banken aus ganz Europa untereinander Fonds verleihen und ausleihen. Dabei werden in der Rechnung die höchsten und die niedrigsten 15% aller Sätze aus der Rechnung genommen, um starke Abweichungen im Mittel zu vermeiden. Die verbleibenden Sätze werden also entsprechend gemittelt und auf drei Nachkommastellen gerundet. Die Euribor-Raten werden täglich um 11 Uhr nach mitteleuropäischer Zeit festgelegt.

Wenn von Euribor die Rede ist, wird oft gesagt, dass es um DEN Euribor geht, als gäbe es nur eine einzige Euribor-Rate. Dies ist nicht korrekt, da es acht verschiedene Euribor-Raten geht, die sich in ihrer Laufzeit unterscheiden. Bis November 2013 wurde der Euribor noch mit 15 unterschiedlichen Laufzeiten ermittelt, wobei die aktuellen Laufzeiten einen wöchentlichen und zwei-wöchentlichen Rhythmus sowie einen Rhythmus von ein, zwei, drei, sechs, neun und zwölf Monaten haben.

Der Euribor besteht seitdem die Eurozone auch in der Finanzpolitik näher zusammen arbeitet. Die ersten Euribor-Daten wurden konkret am 30. Dezember 1998 veröffentlicht. Wenige Tage vor der offiziellen und gesetzlichen Einführung des Euro am 1. Januar 1999. Zuvor existierten nationale Vergleichsraten wie der PIBOR (Frankreich) und der FIBOR (Deutschland), die jedoch mit Einführung von EURIBOR hinfällig wurden.

Wodurch werden die Euribor-Raten bestimmt?

Wie alle ökonomischen Faktoren wird auch der Euribor letztlich von Angebot und Nachfrage bestimmt. Als Referenten von Angebot und Nachfrage gelten hierbei im Grunde alle größeren Banken Europas, die unter einander Geldgeschäfte ausmachen. Da die Banken natürlich ein Bestandteil des wirtschaftlichen Systems sind, spielen äußerliche Faktoren hierbei natürlich einen immensen Faktor. Die vorgegebene Zinsrate der EZB ist hier der erste Orientierungspunkt für die Banken, aber auch andere Faktoren wie das Wirtschaftswachstum der Länder, Staaten etc. oder auch die allgemeine Inflationsrate haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Zusammensetzung von Euribor.

Warum ist Euribor so wichtig?

Die Euribor-Daten bilden die Grundlage für die Gestaltung des Preises und des Zinssatzes sämtlicher finanzieller Produkte, egal ob es sich dabei um Kredite, Sparkonten, Zins-Swaps oder Fonds etc. handelt.

Erbbauzins – Immobilien Wiki

Der Erbbauzins basiert auf dem Erbbaurecht und dem daraus abgeleiteten Erbaurechtsgesetz. Das Erbbaurecht wird im Volksmund oft auch als Erbpacht bezeichnet. Es räumt einem Erbauberechtigten gegen die regelmäßige Zahlung des Erbbauzinses das Recht ein, auf der Oberfläche eines Grundstückes ein Bauwerk zu errichten und dieses dort zu unterhalten. Das Erbbaurecht ist ein dingliches Recht, welches die Nutzbarkeit des Grundstücke für den Grundstückseigentümer einschränkt. Als Entschädigung für diese Einschränkung steht dem Grundstückseigentümer der Erbbauzins zu.

Dingliche Wirkung

Die dingliche Wirkung des Erbbauzinses greift durch Eintragung als Erbbauzinsreallast im Erbbaugrundbuch. Seit 1994 muss die Höhe des Erbbauzinses für die gesamte Laufzeit im voraus exakt bestimmt sein. Dies schafft für den Erbbauberechtigten ein Maximum an Rechtssicherheit, denn eine Erhöhung des Erbbauzinses kann nur beim Vorhandensein einer sogenannten Anpassungsklausel im Erbpachtvertrag erfolgen. Fehlt diese Anpassungsklausel in Erbpachtverträgen, so kann eine Erhöhung des Erbbauzinses nach allgemeiner Rechtsauffassung nur unter der Voraussetzung geltend gemacht werden, sofern ein Kaufkraftschwund von mehr als 60 % vorliegt. Die Laufzeiten von privaten Erbpachtverträgen betragen im Regelfalle zwischen 75 und 99 Jahren. Erbpachtverträge mit Gewerbetreibenden als Erbbauberechtigten haben üblicherweise kürzere Laufzeiten, die zwischen 40 und 50 Jahren liegen. Der Erbbauberechtigte kann sein Erbbaurecht an Dritte veräußern. Dieses bedarf jedoch stets der Zustimmung des Grundstückseigentümers. In diesem Falle geht die Zahlungsverpflichtung für den Erbbauzins rechtskräftig auf den Erwerber des Erbbaurechtes an dem Grundstück über.

Zinshöhe

Die Höhe des Erbbauzinses ist zwischen dem Grundstückseigentümer und dem Erbbauberechtigten grundsätzlich frei verhandelbar. Sie richtet sich nach dem jeweiligen Verkehrswert des Grundstückes. Allgemein üblich ist es, 3 bis 5 % des Verkehrswertes des Gründstückes als jährlichen Erbbauzins zu veranschlagen. Alle Spezifika im Zusammenhang mit dem Erbbauzins sind in der Bundesrepublik Deutschland durch das Erbbaurechtsgesetz von 1919 geregelt. Dabei handelt es sich um ein Bundesgesetz. Das Erbbaurechtsgesetz wurde im Jahre 2010 geändert und angepasst. Durch die Novellierung des Erbaugesetzes soll der private Wohnungsbau gefördert und die allgemeine Bodenspekulation bekämpft werden. So ist unter anderem im § 9 des Erbaurechtsgesezes die Zwangsversteigerungssicherheit des Erbbauzinses gesichert. Der Erbbauzins bleibt demnach unberührt, sofern der Grundstückseigentümer die Zwangsversteigerung des Erbaurechtes betreibt. Für Veränderungen und Anpassungen des Erbbauzinses bildet der Verbraucherpreisindex die Bemessungsgrundlage.

Energiebedarfsausweis – Immobilien Wiki

Ein Energieausweis dient als Nachweis über den energetischen Zustand eines Gebäudes. Er ist ein wichtiges Bewertungskriterium für Käufer und Mieter einer Immobilie. Der Energieausweis unterscheidet sich in Energieverbrauchsausweis und Energiebedarfsausweis. Seit 2008 müssen alle Hauseigentümer einen Energieausweis für ihre Immobilie erstellen lassen. Im Energieverbrauchsausweis wird der Energieverbrauch eines Gebäudes dokumentiert.

Was sagt der Energiebedarfsausweis aus?

Er gibt darüber Auskunft wie viel Energie das Gebäude pro Jahr verbraucht. Durch eine festgelegte Kennzahl wird der Primärenergiebedarf berechnet. Dadurch können Gebäude untereinander verglichen werden, denn der Standard ist deutschlandweit gültig. Zusätzliche enthält der Energiebedarfsausweis Ratschläge zur Senkung des Energieverbrauches durch geeignete Sanierungsmaßnahmen.

Wie wird der Energiebedarf berechnet?

Bei der Erstelllung eines Energiebedarfsausweises werden die Wärmeverbrauchsdaten der letzten drei Jahre zusammengefasst. Dabei fließen der Zustand der Gebäudehülle, eventuell bereits vorhandene Dämmmaßnahmen von Dach, Böden oder Wänden, Beschaffenheit der Fenster, Bauweise und verwendete Baumaterialien in die Bewertung ein. Zusätzlich wird die Heizungsanlage begutachtet. Werden bereits regenerative Energien verwendet, dann hat das auf die Berechnung des Primärenergiebedarfs einen Einfluss. Auch das Klima fließt in die Berechnung für den Energiebedarfsausweis ein.

Wie lange ist ein Energiebedarfsausweis gültig?

Ein Energiebedarfsausweis ist für zehn Jahre gültig. Wird die Immobilie in der Zwischenzeit renoviert und damit der Energieverbrauch gesenkt, dann kann ein neuer Energieausweis erstellt werden.

  • Bei Neubauten ist ein Bedarfsausweis Pflicht.
  • Immobilien, die nach 1965 gebaut wurden, benötigen einen Bedarfsausweis seit 2008.
  • Für Immobilie vor 1966 ist seit 2009 ein Energiebedarfsausweis Pflicht.
  • Altbauten ab 1977 mit bis zu vier Wohneinheiten müssen seit 2008 einen Bedarfsausweis vorlegen.
  • Bereits sanierte Altbauten bis zu vier Wohneinheiten haben die Wahlfreiheit zwischen einem Energieverbrauch- oder einem Energiebedarfsausweis.

Was kostet ein Energieausweis?

Die Preise werden von den Austellern individuell festgelegt. Für ein Einfamilienhaus gilt ein Preis zwischen 350 und 550 Euro als Maßstab. Je nach Aufwand können die Kosten steigen. Verbrauchsausweise sind günstiger als Bedarfsausweise. Zusätzlich variieren die Preise von Bundesland zu Bundesland.

Fazit

Ein Energiebedarfsausweis ist eine wichtige Orientierung beim Kauf eines Hauses. Käufen können damit die Kosten für Heizung und Warmwasser abschätzen. Je mehr die Markierung im grünen Bereich liegt, umso geringer sind die Kosten. Zusätzlich lässt sich durch den Ausweis der Sanierungsbedarf erkennen.

Eigentumswohnung – Immobilien Wiki

Oft wird die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Eigentumswohnung gestellt. Mit diesem Text wird der Versuch gemacht, auch eine Antwort darauf zu geben. Bei einer Eigentumswohnung reden wir nicht von einer Doppelhaushälfte, sondern meistens geht es um eine Wohnung mitten drin in einem größeren, zusammenhängenden Gebäudekomplex, d. h. hinter jeder Wand gibt es Nachbarn, deren laute Party Sie stört bzw. Ihr eigenes Klavierspiel löst Klopfgeräusche an Boden und Decke aus, genau so, wie in einer Mietwohnung.

Mal abgesehen von den finanziellen Aspekten, auf die noch eingegangen wird, entscheiden sich viele Menschen für eine Eigentumswohnung, weil sie ihre Wohnung sehr gern gemäß ihres individuellen, persönlichen Wohnstils gestalten möchten, und das kann manchmal recht aufwendig sein. Aber größere Umbauten, Installationen und Investitionen lohnen sich nicht in einer Mietwohnung, zumal man diese im Falle des Auszugs wieder in den ursprünglichen Zustand zurück versetzen muss. Der Sinn der Eigentumswohnung lässt sich auch in einer einfachen Aussage zusammen fassen: Nach 20 Jahren „Blechen“ gehört mir in der Mietwohnung nicht einmal die Türklinke.

Finanzielle Aspekte

Ber Kauf einer Eigentumswohnung läuft ganz ähnlich ab wie der Kauf eines Einfamilienhauses (EFH). Da gibt es meistens einen Makler, einen Notar, einen Kaufvertrag, eine finanzierende Bank und den obligatorischen Grundbucheintrag. Ein wesentlicher Unterschied zum EFH besteht darin, dass es nun eine Hausgemeinschaft gibt, die in der Regel durch eine beauftragte Hausverwaltung vertreten wird. Damit sind nicht nur zusäzliche Kosten verbunden, sondern auch ein gewisser Zeitaufwand, denn mindestens einmal jährlich wird eine Eigentümerversammlung einberufen, auf der die Belange, die die gesamte Anlage betreffen, diskutiert und entschieden werden, so z. B. eine Reparatur des Daches oder eine moderne Sicherungsanlage für die Tiefgarage.

Solche Maßnahmen kosten viel Geld. Um sie realisieren zu können, müssen Rücklagen für die gesamte Anlage durch alle Eigentümer gebildet werden. Auf diesen Posten sollten Sie beim Kauf einer Eigentumswohnung unbedingt auch achten. Der Makler kann und muss Ihnen darüber Auskunft geben, ggf. fragen Sie bei der Hausverwaltung nach. Ist das Gesamtgebäude bereits mit einem vollen Rücklagentopf ausgestattet, dann ist das gut so, wenn nicht, dann kann es Ihnen passieren, dass Sie als neuer Eigentümer recht bald extra zur Kasse gebeten werden, weil beispielsweise eine Wärmedämmung beschlossen wurde und in Auftrag gegeben werden muss.

Hausgeld

Was der Wohnungseigentümer monatlich anstatt einer Miete zu „berappen“ hat, setzt sich zusammen aus der mit der finanzierenden Bank vereinbarten Zins und Tilgung sowie dem Hausgeld. Hierin enthalten können sein:

  • Heizkosten
  • Rücklage für die Gesamtanlage
  • Hausmeistergehalt
  • Grünflächenpflege
  • Müllabfuhr
  • Wasser und Abwasser
  • Schneeräumung

In der Summe kann das Hausgeld mehr als 400 Euro ausmachen. Es orientiert sich selbstverständlich an der Wohnfläche, also am Anteil Ihrer Eigentumswohnung an der Gesamtanlage. Kurioserweise kann es vorkommen, dass die (monatlichen) Gesamtkosten für die Eigentumswohnung nicht einmal signifikant höher ausfallen als eine Miete für eine vergleichbare Wohnung. Aber nach 20 Jahren gehören Ihnen nicht nur alle Türklinken.

Eigenheimzulage – Immobilien Wiki

Aus diversen Gründen heraus, wozu auch die Unterstützung bei einer effektiven Form der individuellen Altersvorsorge zählt, fördert der Bund die Errichtung oder den Erwerb von selbst genutztem Wohnraum.

Das Eigenheimzuagegesetz von 1997

Die rechtliche Grundlage dieses bedeutenden Subventionsinstrumentes, für das allein im Jahre 2004 die Summe von 11 Milliarden Euro ausgeschüttet wurde, ist das Eigenheimzulagesetz aus dem Jahre 1997. Hiernach ist jeder im Inland unbeschränkt Steuerpflichtige, der innerhalb der Europäischen Union oder innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (Ausnahme ist Liechtenstein) ein Eigenheim oder eine Wohnung zur Eigennutzung errichten oder erwerben möchte, antragsberechtigt.

Antragsvoraussetzungen

Das Objekt muss dabei eine Mindestgröße von 25 Quadratmetern aufweisen, so schreibt es der Gesetzgeber vor und muss selbst als Wohnraum genutzt werden oder aber einem Angehörigen zur unentgeltlichen Nutzung als Wohnraum überlassen werden. Eine gewerbliche Nutzung, auch die Vermietung, ist nicht durch die Eigenheimzulage förderfähig. Die Höhe der Eigenheimzulage richtet sich regelmäßig nach den Herstellungskosten oder aber nach den Anschaffungskosten der jeweiligen Immobilie. Auch darf der Objektverbrauch der Immobilie noch nicht eingetreten sein und die Höhe der jährlichen Einkünfte der Antragsteller darf eine gewisse Größenordnung nicht überschreiten. Bei Alleinstehenden berägt die Höhe der jährlichen Einkünfte 70.000 Euro, bei Verheirateten 140.000 Euro. Berücksichtigt werden dabei jeweils die letzten 2 Jahre vor der Antragstellung. Ferien- und Wochenendhäuser, Ferien- und Wochendwohnungen sowie Wohnungen, die im Rahmen der doppelten Haushaltsführung ganz oder teilweise steuerlich zur Geltendmachung von Werbungskosten oder Betriebskosten eingesetzt werden, können gleichfalls nicht gefördert werden. Als unabdingbares Kriterium der Förderung gilt ebenfalls, dass die Wohnung abgeschlossen sein muss, also über einen separaten Zugang zu verfügen hat.

Dauer und Umfang

Die Dauer der staatlichen Förderung beträgt dabei regelmäßig 8 Jahre. Ausbauten und Erweiterungen bereits bestehenden Wohneigentumes werden durch die Eigenheimzulage aktuell nicht mehr gefördert. Alleinerziehende können die Eigenheimzulage jeweils nur für ein Objekt, Verheiratete, die ihr Einkommen gemeinsam steuerlich veranlagen, können die Eigenheimzulage unter den genannten Voraussetzungen für zwei Objekte in Anspruch nehmen. Ein Eigenheim oder eine Wohnung gilt im Sinne des Eigenheimzulagegesetzes jeweils dann als hergestellt, sofern eine Bezugsfertigkeit der Immobilie vorliegt. Der Anspruch auf die Eigenheimzulage beginnt mit der Nutzung zu Wohnzwecken und endet mit Abschluß der Eigennutzung.

Erhöhte Abschreibungen – Immobilien Wiki

Eine Abschreibung ist zunächst, wenn eine Immobilie einem gewissen Wert entspricht den man bezahlt. Man vermietet dieses Objekt und guckt nach wie vielen Jahren die Immobile durch die Mieteinnahmen komplett finanziert ist. Die erhöhte Abschreibung ist nun, wenn z. B. Sonderzahlungen durchgeführt werden. Also eine erhöhte Anzahlung vorab geleistet wird. Oder während der Abschreibungsdauer schon Zahlung zurück fließen. Ähnlich Begriffe sind Denkmal oder die Ansparabschreibung. Je höher eine solche Abschreibung ist, desto schneller ist die Immobilie freigekauft und gehört dem Eigentümer alleine. Hauptsächlich werden erhöhte Abschreibungen bei Denkmalgeschützten Gebäuden oder Mietanlagen gemacht. Dort sind diese sehr hoch. Bei Mietwohnungen ist es so, dass man die Abschreibung sehr genau festlegen kann, je nachdem wie hoch die Miete ist, um den Kredit für die erworbene Wohnung zu bezahlen.

Erschließung – Immobilien Wiki

Bevor ein Grundstück bebaut werden darf, muss die Erschließung oder auch Aufschließung erfolgen. Man unterscheidet hierbei zwischen der technischen Erschließung und der Verkehrserschließung. Die technische Erschließung umfasst alle notwendigen baulichen Maßnahmen, die durchgeführt werden müssen, um die Ver- und Entsorgung zu sichern. Sie beinhaltet also die Energieversorgung (Strom, Gas, Fernwärme), sowie den Anschluss an die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung (Kanalisation, Siel). Auch der Anschluss an das örtliche Telefonnetz kann Bestandteil der Erschließung sein.

 

Die Verkehrserschließung oder wegemäßige Erschließung, auch als Herstellung der Belegenheit bezeichnet, beinhaltet die Herstellung einer befahrbaren Zuwegung, die neben dem privaten Verkehr auch den Ansprüchen von Feuerwehr und Rettungsfahrzeugen genügen muss.

 

Da die Erschließung eines Grundstücks einen hohen Kostenfaktor darstellt und die fehlende Erschließung sogar ein Bauverbot bedingen kann, sollte man sich vor dem Grundstückskauf unbedingt eingehend informieren. Ist das Grundstück vollständig erschlossen? Wer trägt anfallende oder bereits entstandene Kosten? Auch ist zu beachten, dass durch uneinheitliche Bauvorschriften in den einzelnen Bundesländern mit unterschiedlichen Anforderungen an eine Erschließung zu rechnen ist. Auskunft über Vorschriften und planungsrechtliche Anforderungen geben hier die Länderbauordnungen.

Einliegerwohnung – Immobilien Wiki

Eine Einliegerwohnung ist eine Wohnung in einem Haus, welche selbstständig bewohnt werden kann, der eigentlichen Wohnung bzw. dem Wohnraum jedoch untergeordnet ist. Daraus folgt, dass die Einliegerwohnung keinen separaten Eingang besitzt. Der Eingang erfolgt durch das Treppenhaus der Hauptwohnung oder durch einen Seiteneingang der Hauptwohnung.
Besitzt eine Einliegerwohnung sanitäre Anlagen und ist eine Möglichkeit gegeben dort zu kochen, spricht man insgesamt von einer zweiten Wohnung in der Wohnung.
Einliegerwohnungen müssen ihren Wohnraum nicht abgeschlossen von der Hauptwohnung besitzen. Wichtig ist, dass der in der Einliegerwohnung vorliegende Wohnraum separat genutzt werden kann.
Heutzutage sind Einliegerwohnung eher eine Seltenheit geworden, da der Anspruch an den eigenen Wohnraum sehr gestiegen ist und deshalb jeder Mieter seinen eigenen, abgeschlossenen Wohnraum bevorzugt. Einliegerwohnungen sind beispielsweise hinsichtlich des Kündigungsschutzes und anderen rechtlichen Dingen anders zu behandeln, als die Hauptwohnung.

Eigentumsquote – Immobilien Wiki

Die Eigentumsquote beschreibt das Verhältnis der Haushalte im selbst genutzten Wohneigentum zur Gesamtanzahl der Haushalte. Sie bezieht sich einerseits auf die Eigenschaft von Haushalten, in ihrem eigenen Wohneigentum zu leben. Daher wird sie in der Statistik als Wohneigentumsquote ausgewiesen. Andererseits stellt sie auf Haushalte ab, also entweder Familien und ähnliche, gemeinsam wirtschaftende und lebende Gruppen oder Einzelpersonen. Da nicht jeder Wohnungseigentümer seine Immobilie selbst bewohnt, ist die Eigentumsquote von der Haus- und Grundbesitzerquote zu unterscheiden.
Die Eigentumsquote spielt vor allem in der öffentlichen Diskussion zu Wirtschafts- und Gesellschaftsthemen eine Rolle. Oftmals werden dabei im Zusammenhang mit Fragen wie der Eigentumsverteilung oder Altersvorsorge Schlussfolgerungen gezogen, die bei genauerer Betrachtung nur schwer belegbar sind. So sind beispielsweise die Wechselwirkungen zwischen Einkommensentwicklung, Finanzierungsbedingungen und Wohneigentumserwerb keineswegs so eindeutig, wie es ausgehend es von Einstellungen in der Bevölkerung oder politisch motivierten Steuerungsinstrumenten zu erwarten wäre. Es werden darum in der Argumentation nicht selten kulturelle und historische Besonderheiten hervorgehoben. Für die persönliche Entscheidung zugunsten oder gegen Wohneigentum ist die Eigentumsquote trotz ihrer großen Medienpräsenz dagegen kaum von Bedeutung.
Deutschland gilt mit Blick auf die Eigentumsquote als „Mieternation“. Dem gegenüber steht seit den frühen 60er Jahren im Westen und 90er im Osten ein stetiger Anstieg dieser Kennziffer auf inzwischen 45,7 Prozent in 2010 (Statistisches Bundesamt). Aufgrund des im Vergleich höheren Anteils von Einpersonenhaushalten unter den Mietern gewinnt diese Zahl zusätzlich an Gewicht.