Disagio – Immobilien Wiki

Unter dem Disagio wird die Differenz verstanden, die sich zwischen dem ursprünglich aufgenommenen Darlehen für einen Hauskauf oder einem Hausbau und der tatsächlichen Auszahlungssumme ergibt. In der Regel erfolgt die Angabe des Disagio bei einem Darlehen in Prozent – übliche Disagio-Abschläge liegen zwischen zwei und fünf Prozent und werden als Zinsvorauszahlung gesehen.

Wird beispielsweise beim Kauf eines Hauses oder der Finanzierung eines Hausbaus ein Disagio von 5 Prozent festgelegt, erhält der Kreditnehmer bei einer Kreditsumme von beispielsweise 100.000 lediglich 95.000 Euro ausgehändigt. Die fehlenden 50.000 Euro wiederum sind als Zinsvorauszahlung zu verstehen und können von der Bank vollumfänglich genutzt werden. Das Disagio ist auch unter den Fachbegriffen Damnum oder aber Abgeld bekannt.

Da beim Disagio bereits eine Zinsvorauszahlung erfolgt, kann der Nominalzins deutlich niedriger gesetzt werden. Der Kreditnehmer profitiert von dem Vorteil, dass er durch den niedrigeren Zinsanteil eine geringere Ratenbelastung zu tragen hat.

Bei einem Kredit mit Disagio ist es häufig sehr schwer zu erkennen, ob das Darlehen günstig oder teuer ist. Kreditnehmer sollten sich aus diesem Grund nicht auf den Nominalzins stützen, sondern besser den effektiven Jahreszins im Auge behalten. Dieser ändert sich trotz einer frühzeitigen Zinsvorauszahlung nicht.

Autor: Michael Stolterfoht

Michael Stolterfoht ist seit 1988 Vermögensberater bei der DVAG. In der Zeit hat er viele Finanzierungen für den Hausbau und Hauskauf begleitet. Profitieren Sie von seiner Erfahrung und der nachhaltigen Baufinanzierungsplanung, damit Ihr Traum nicht nur erfüllt wird, sondern auch lange gelebt werden kann. Rufen Sie jetzt an und lassen sich kostenlos beraten: 033056 71777

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