Dauerwohnrecht – Immobilien Wiki

Unter dem Begriff des Dauerwohnrechts versteht man ein Recht an einem Grundstück. Der Berechtigte hat hierbei das Recht, auf diesem besagten Grundstück ein Haus zu bauen oder eine Wohnung in einem bereits darauf gebauten Haus zu bewohnen. Selbstverständlich ist dem Berechtigten auch möglich das Grundstück anderweitig zu nutzen. Der eigentliche Eigentümer hat insofern kein Recht und ist somit ausgeschlossen. Das eingesetzte Dauerwohnrecht kann sich auch auf einen Teil erstrecken, der sich außerhalb de Gebäudes befindet. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass die Wohnung der eigentliche Teil bzw. Hauptsache des Dauerwohnrechts bleibt.

Der Berechtigte ist allerdings nur dann der eigentliche Eigentümer der Wohnung, wenn nach wirtschaftlicher Ansicht seine Rechte und Pflichten denen eines Eigentümers gerecht werden. Bei Beendigung des Dauerwohnrechtsvertrages hat der Berechtigte das Recht auf eine für ihn angemessene Entschädigung. Ein lebenslanges Dauerwohnrecht kann man gleichsetzen mit der eigenen Anschaffung bzw. Kauf einer Wohnung und ist somit laut Gesetz für die Eigenheimrente bzw. Wohn-Riester begünstigt.

Dingliches Recht – Immobilien Wiki

Begriffdefinition.

Unter dem Begriff „Dingliches Recht“ ist das Recht zu verstehen, das eine Person zu direkten Herrschaft über eine Sache berechtigt. Es wirkt gegen alle anderen Personen.
Dingliche Rechte betreffen also die Verbindung von Sachen und Personen. Zu den dinglichen Rechten gehören auch die Rechte, die dem Eigentümer eines Grundstücks zustehen. Dingliche Rechte sind im BGB dem Sachenrecht zugeordnet.
Auch außerhalb des Sachenrechts können dingliche Rechte entstehen. Sie können aus dem Urheberrecht heraus entstehen.

Wohneigentum und Teileigentum.

Eine Sache wird einem Rechtsinhaber als Eigentum zugewiesen. Dieser kann nun nach Belieben mit der Sache tun was er will. Dritte kann er von der Mitwirkung an der Sache ausschließen. Eigentumsrechte werden aber beschränkt. So etwa in Artikel 14 Grundgesetz. Hier wird die Sozialbindung des Eigentums definiert.
Das Grundeigentum, das Eigentum an Grund und Boden, unterliegt neben den Beschränkungen aus dem Grundgesetz auch Beschränkungen aus Gesetzen wie dem Baurecht.
Ein besonderes Eigentum stellt das Wohneigentum dar. Es ist eine Sonderform des Grundeigentums und gilt als Bruchteilseigentum, also einer Miteigentümerschaft von mehreren Personen an einem Grundstück.
Dann ist noch das Teileigentum zu erwähnen. Es handelt sich um ein Sondereigentum an Räumen, die nicht zum Wohnen genutzt werden. Es sind gewerbliche Räume. Das Teileigentum ist ein Bruchteilseigentum.

Beschränke dingliche Rechte.

Beschränkte dingliche Rechte gewähren dem Rechtsinhaber keinen gesamten Zugriff auf die Sache. Meist sind es Belastungen, die durch Nutzungs- oder Verwertungsrecht entstehen.
Dazu gehört die Grunddienstbarkeit, also der Umstand, dass ein anderer Grundbesitzer Rechte am Grundstück des Eigentümers hat. Beispiel: Das Wegerecht. Auch der Nießbrauch, das Wohnungsrecht, die Reallast, die Hypothek, die Grundschuld oder das Erbbaurecht sind beschränkte dingliche Rechte.

Darlehnsphase – Immobilien Wiki

Die drei Phasen des Bausparvertrags.

Um den Bau oder Kauf eines Hauses zu finanzieren, kann ein Bausparvertrag abgeschlossen werden. Ein Bausparvertrag ist ein Sparvertrag, der über eine Bausparsumme zu einem festgelegten Zinssatz und eine bestimmte Laufzeit abgeschlossen wird.
Innerhalb der Laufzeit des Bausparvertrags können drei Phasen unterschieden werden.
In der Sparphase wird das Mindestguthaben angespart. Ist das geschehen, wird die fehlende Summe zur Bausparsumme als Darlehn dem Bausparer gewährt. Das ist die Zuteilungsphase. An sie schließt sich die Darlehnsphase an.

Die Darlehnsphase.

Die Darlehnsphase ist die Zeit der Tilgung des gewährten Darlehns. Das Bauspardarlehn wurde zu dem Zinssatz gewährt, der in dem Bausparvertrag bei Abschluss festgelegt wurde. Die Rückzahlung des Darlehns kann zu jedem Zeitpunkt vollständig oder in Teilbeträgen stattfinden. Wird es vollständig geschehen, also Tilgung und Zinsen in einem Betrag, kann die Bank keine Vorfälligkeitsentschädigung.verlangen.
Üblicherweise ist die Tilgung in Teilbeträgen. Neben der Tilgung erfolgt in der Darlehnsphase die Zahlung des Zinses. Der Bausparvertrag gibt dem Bauherrn die Sicherheit, dass der Zins vertraglich festgelegt ist und über die Darlehnsphase nicht geändert werden kann.
Neben der Rückzahlung in Teilbeträgen können auch Sondertilgungen stattfinden. So wird neben der monatlichen fälligen Tilgung- und Zinszahlung ein größerer Betrag zur Abzahlung des Darlehns geleistet. Es ist oft eine Einmalzahlung, die vielleicht aufgrund von ungeplanten Einnahmen des Bauherr oder Hauskäufers möglich wurde.
In der Darlehnsphase ist das Bauspardarlehn gewöhnlich durch eine zweitrangige Grundschuld abgesichert. Eine weitere Absicherung des Darlehns kann der Abschluss einer Risikolebensversicherung sein. Im Todesfall zahlt dann das Versicherungsunternehmen, die noch offenen Darlehnsbeiträge. Die Kosten der Risikolebensversicherung zahlt der Bausparer.
Die Darlehnsphase endet mit der vollständigen Rückzahlung des Bauspardarlehns.

Darlehensbewilligung – Immobilien Wiki

Die meisten Bauherren sind bei einem Neubau oder beim Kauf eines Grundstückes oder einer Immobilie auf Fremdkapital angewiesen. Dabei haben Sie mehrere Möglichkeiten einen Kredit bei einem der vielen Kreditinstitute zu beantragen. Eine Darlehensbewilligung ist dabei die Zusage eines Kreditinstitutes, ein Darlehen in bestimmter Höhe an den Antragssteller auszuzahlen.

Wurde diese Zusage einmal getroffen, ist diese rechtlich bindend. Damit eine Darlehensbewilligung ausgestellt wird, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Es müssen Sicherheiten bei dem Antragssteller vorhanden sein und auch die Bonität wird geprüft. Bei Unternehmen wird zusätzlich die Wirtschaftlichkeit des geplanten Projektes überprüft. Eine Darlehensbewilligung ist wahrscheinlicher, wenn der Antragssteller lückenlose und aussagekräftige Unterlagen einreicht. Zudem kann eine Bürgschaft bei der Darlehensbewilligung hilfreich sein.

Disagio – Immobilien Wiki

Unter dem Disagio wird die Differenz verstanden, die sich zwischen dem ursprünglich aufgenommenen Darlehen für einen Hauskauf oder einem Hausbau und der tatsächlichen Auszahlungssumme ergibt. In der Regel erfolgt die Angabe des Disagio bei einem Darlehen in Prozent – übliche Disagio-Abschläge liegen zwischen zwei und fünf Prozent und werden als Zinsvorauszahlung gesehen.

Wird beispielsweise beim Kauf eines Hauses oder der Finanzierung eines Hausbaus ein Disagio von 5 Prozent festgelegt, erhält der Kreditnehmer bei einer Kreditsumme von beispielsweise 100.000 lediglich 95.000 Euro ausgehändigt. Die fehlenden 50.000 Euro wiederum sind als Zinsvorauszahlung zu verstehen und können von der Bank vollumfänglich genutzt werden. Das Disagio ist auch unter den Fachbegriffen Damnum oder aber Abgeld bekannt.

Da beim Disagio bereits eine Zinsvorauszahlung erfolgt, kann der Nominalzins deutlich niedriger gesetzt werden. Der Kreditnehmer profitiert von dem Vorteil, dass er durch den niedrigeren Zinsanteil eine geringere Ratenbelastung zu tragen hat.

Bei einem Kredit mit Disagio ist es häufig sehr schwer zu erkennen, ob das Darlehen günstig oder teuer ist. Kreditnehmer sollten sich aus diesem Grund nicht auf den Nominalzins stützen, sondern besser den effektiven Jahreszins im Auge behalten. Dieser ändert sich trotz einer frühzeitigen Zinsvorauszahlung nicht.

Darlehen – Immobilien Wiki

Ein Darlehen (auch Kredit genannt) ist ein rechtlicher Vertrag zwischen einem Kreditgeber und einem Darlehensnehmer. In den meisten Fällen stellt der Kreditgeber dem Darlehensnehmer einen bestimmten Betrag zur Verfügung. Dieses Darlehen ist meist zeitlich begrenzt. Zum Zeitpunkt der Fälligkeit, muss der Darlehensnehmer den geschuldeten Betrag zurückzahlen.

Bei der Baufinanzierung wird nicht nur eine Laufzeit für den Kredit verhandelt, sondern ebenso einen Zinssatz, sowie eine Tilgung. Anders als bei „normalen“ Krediten, geht es bei der Baufinanzierung nicht darum sich Geld zu leihen und diese wieder zurückzuzahlen, sondern man investiert das geliehene Geld in eine Immobilie, die den Wert des Kredits hat. Da man die Immobilie zur Fälligkeit des Kredits nicht an den Kreditgeber übergeben möchte, zahlt man den Kredit mit einer Tilgung ab.

Daher werden in der Baufinanzierung gerne das Annuitätendarlehen oder der Bausparvertrag eingesetzt. Dies sind spezielle Darlehensformen, die eine Tilgung und Zinszahlung berücksichtigen, sowie eine recht lange Laufzeit (bis zu 10 Jahren).  Bei der Anschlussfinanzierung kommt auch das Forward Darlehen zum Einsatz.