Bauspareinlagen – Immobilien Wiki

Bausparen ist beliebt und kann zwei Funktionen haben:

1)Vermögensaufbau
2)Sicherung des momentan günstigen Bauzins für die Zukunft

Vermögensaufbau

Beim Vermögensaufbau spart der Bausparer über einen festgesetzten Zeitraum Geld zu einem
vereinbarten Habenzinssatz an. Nach Ablauf dieses festgesetzten Zeitraumes und nach Verstreichen eines sogenannten Zuteilungszeitraums kassiert er das eingezahlte Geld plus die angefallenen Zinsen. Dies gilt unabhängig davon, ob mit dem so erwirtschafteten Geld
im Anschluss Baueigentum erworben wird oder nicht. Zwar sind die Habenzinsen bei dieser Variante des Bausparens mit um 1 Prozent Jahreszins sehr niedrig. Allerdings gewährt der Staat bis zu gewissen Einkommensgrenzen einen 8,8-prozentigen Aufschlag auf die Bausparsumme.

Die Sicherung des momentan günstigen Bauzinsniveaus für die Zukunft

Das momentane Bauzinsniveau ist sehr niedrig. Bausparen ist vor diesem Hintergrund eine Möglichkeit sich dieses niedrige Zinsniveau für die Zukunft zu sichern. Dazu schliesst der Bausparwillige mit der Bank einen aus zwei Teilen bestehenden
Bausparvertrag über eine vorher festgelegte Bausparsumme ab. Im ersten Teil dieses Vertrages verpflichtet sich der Bausparende jedes Jahr einen bestimmten Geldbetrag über die vereinbarte Laufzeit einzuzahlen. Am Ende dieses Einzahlzeitraumes und nach Verstreichen des Zuteilungszeitraumes erhält der Bausparer das so erwirtschaftete Geld und zusätzlich -als Immobilienkredit- das ihm zum Umsetzten seines Bauvorhabens noch fehlende Geld zu dem vorher vereinbarten Sollzinssatz. Auch bei dieser Variante des Bausparhabens gewährt der Staat -unter Berücksichtung der relevanten Einkommensgrenzen- den 8,8-prozentigen Zuschlag.

Lohnt sich ein Bausparvertag?

Unter Einbeziehung des 8,8-prozentigen Staatsbonus kann bei der Vermögensbildungsvariante des Bausparens eventuell zumindestens noch eine Rendite oberhalb des Niveaus von sicheren deutschen Staatsanleihen erwirtschaftet werden.
Bausparer, die ihren Bausparer zum Erwerb von Wohnungseigentum nutzen wollen, sollten aber bedenken, dass manche staatlichen Landesbodenkreditanstalten jüngeren Familie mit mittlerem Einkommen extrem günstige Hypothekenkredite zu unter 2 Prozent Jahreszins
gewähren. Außerdem ist bei solchen Immobilienkrediten der zum günstigen Zinssatz eingeräumte Tilgungszeitraum auch vielfach erkennbar länger als beim Bausparvertrag, und es kann ohne Zeitaufschub mit dem Bauen begonnen werden. Auch als besonders sicher, da unkündbar, geltende Personen wie Beamte erhalten -bei ebenfalls längerem Tilgungszeitraum- Hypothekenkredite oft zu einem ähnlich günstigen Zinssatz wie beim Bausparvertrag. Es gilt also abzuwägen, ob ein Bausparvertrag sich lohnt.

Autor: Michael Stolterfoht

Michael Stolterfoht ist seit 1988 Vermögensberater bei der DVAG. In der Zeit hat er viele Finanzierungen für den Hausbau und Hauskauf begleitet. Profitieren Sie von seiner Erfahrung und der nachhaltigen Baufinanzierungsplanung, damit Ihr Traum nicht nur erfüllt wird, sondern auch lange gelebt werden kann. Rufen Sie jetzt an und lassen sich kostenlos beraten: 033056 71777

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