Baunebenkosten – Immobilien Wiki

Unter Baunebenkosten versteht man Kosten, die zusätzlich beim Bau oder Erwerb einer Immobilie anfallen. Diese Kostenpositionen spielen eine erhebliche Rolle, da sie in den meisten Fällen nicht von dem beauftragten Bauunternehmen gedeckt sind. Häufig werde diese zu gering angesetzt, so dass am Ende unerwartete Mehrkosten entstehen.

Folgende Punkte gelten als Baunebenkosten:

Erwerb nur mit einem Notar

In Deutschland ist der Bau oder Erwerb einer Immobilie nur durch einen Notar möglich. Alle sonstigen schriftlichen oder mündlichen Vereinbarungen gelten als unwirksam.
Der Notar hat die Aufgabe den jeweiligen Vertrag neutral zu gestalten. Das Honorar für seine geleistete Tätigkeit hängt von der Kaufsumme des Objektes ab. Im Schnitt fallen etwa 2 Prozent als Gerichts- und Notarkosten an.

Kosten für den Hausanschluss

Bei diesen Kosten geht es um die Hausanschlüsse an das örtliche Versorgungsnetz. Dazu gehören zum Beispiel Gas, Strom, Abwässer und Fernwärme. Diese Ausgaben sind recht individuell und in den Regionen unterschiedlich hoch. Grundsätzlich verlangen die Versorger eine pauschale Gebühr. Darin enthalten ist auch das Legen von entsprechenden Leitungen (allerdings nur bis zu einer bestimmten Meterzahl). Müssen zum Beispiel mehr Rohrleitungen als üblich verlegt werden, können sich die Kosten auch noch erhöhen.

Die Grunderwerbssteuer

Beim Kauf eines Grundstücks, fällt eine Steuer an, die sogenannte Grunderwerbssteuer. Diese unterscheidet sich ja nach Bundesland (zwischen 3,5 und 6,5 Prozent vom Grundstückspreis). Bei einem bebauten Grundstück wird die Steuer auch auf das vorhandene Gebäude erhoben.
Beim Grundstückserwerb gibt es eine Freigrenze von 2.500 Euro. Liegt der Kaufpreis darunter, ist der Erwerb steuerfrei.

Der Grundbucheintrag

Die Kosten richten sich nach der Gebührenordnung des Grundbuchamtes. Als Ausgangsgrundlage dient der Wert der jeweiligen Eintragung. Wird für die Eintragung ein Notar hinzugezogen, entstehen weitere Kosten. Wird eine Eintragung aufgrund einer Erbschaft vorgenommen, fallen bei entsprechender Fristeinhaltung keine Gebühren an.

Wie hoch fallen die Baunebenkosten aus?

Baunebenkosten fallen immer individuell je nach Vorhaben aus. Im Schnitt sollten dabei 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten des Hausbaus einkalkuliert werden.

Autor: Michael Stolterfoht

Michael Stolterfoht ist seit 1988 Vermögensberater bei der DVAG. In der Zeit hat er viele Finanzierungen für den Hausbau und Hauskauf begleitet. Profitieren Sie von seiner Erfahrung und der nachhaltigen Baufinanzierungsplanung, damit Ihr Traum nicht nur erfüllt wird, sondern auch lange gelebt werden kann. Rufen Sie jetzt an und lassen sich kostenlos beraten: 033056 71777

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.