Anschlussfinanzierung – Immobilien Wiki

Ein Hauskauf, der Kauf eines Grundstückes und der anschließende Bau des Eigenheims, eine umfassende Sanierung des alten Gebäudes – das alles kostet große Summen, die kaum jemand aus eigener Tasche zahlen kann.

Vor allem junge Familien, die sich zu diesem Schritt entschließen, brauchen daher eine Finanzierung, die das Ziel der eigenen Wohnung möglich macht, ohne das Budget zu sehr zu belasten. Genau hier heißt es, realistisch zu bleiben. Gerade jetzt, zur Zeit niedriger Zinsen für Baukredite, besteht die Gefahr, höhere Darlehen aufzunehmen, als dies zwingend nötig wäre.

Welche Finanzierungen kommen in Frage?

Außer dem Eigenkapital in Form von Bargeld und der einen oder anderen Muskelhypothek (bei der man übrigens besonders realistisch rechnen sollte), können fällige Bausparverträge oder die Auszahlung einer Lebensversicherung helfen (letzteres eher bei älteren Bauherrn). Doch unter dem Strich bleibt meist eine Finanzierung von mehreren Zehntausend Euro.

Wer finanziert den Hausbau?

Das kann die Hausbank ebenso sein wie ein spezieller Baufinanzierer oder eine Online-Bank. Wichtig ist, nicht nur den Zins zu vergleichen, sondern auch alle anderen Konditionen. Sind beispielsweise Sondertilgungen möglich? Ratenaussetzungen? Änderungen der Tilgungshöhe? Die momentan historisch niedrigen Zinsen sollte man so gut als möglich nutzen. Das heißt: die Wahl des Tilgungssatzes kann hoch angesetzt werden (mindestens 3 %). Außerdem sollte man sich den Zins möglichst lange sichern. Damit erreicht der Bauherr,

  • dass die Finanzierung schneller zurückgezahlt ist
  • trotz niedriger Zinsen die eingeplante Rate gezahlt wird (was durch Zinsen eingespart wird, geht in die Tilgung)
  • lange Verträge sichern die heutigen Zinsen für mehrere Jahre (10 Jahre Minimum)
  • lieber kleinen Zinsaufschlag in Kauf nehmen, wenn dafür der Vertrag länger läuft

Denn eines ist klassischer Weise immer so: am Ende der Finanzierung bleibt ein Betrag übrig, der erneut finanziert werden muss: die sogenannte Anschlussfinanzierung. Und wie die Zinssätze in 10 oder 15 Jahren stehen, ist überhaupt nicht absehbar. Daher:

  • bis dahin so viel tilgen wie möglich
  • niedrigen Zins lange sichern
  • wenn möglich, nebenher sparen, um dann Teile des übrigen Darlehens ablösen zu können, bevor der neue Vertrag aufgesetzt wird (eventuell durch Abschluss eines Bausparvertrages zu jetzigen Konditionen).

So wird die Anschlussfinanzierung zu stemmen sein, ohne dass das Budget überlastet wird.

Autor: Michael Stolterfoht

Michael Stolterfoht ist seit 1988 Vermögensberater bei der DVAG. In der Zeit hat er viele Finanzierungen für den Hausbau und Hauskauf begleitet. Profitieren Sie von seiner Erfahrung und der nachhaltigen Baufinanzierungsplanung, damit Ihr Traum nicht nur erfüllt wird, sondern auch lange gelebt werden kann. Rufen Sie jetzt an und lassen sich kostenlos beraten: 033056 71777

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