Holzhaus

Wie der Name schon verrät: Ein Holzhaus ist jedes Gebäude, das vollständig oder überwiegend aus Holz hergestellt wurde. Ein Holzhaus kann in diversen Bauformen realisiert werden, wie z.B. als Blockhaus, in Holzständer- oder Holztafelbauweise oder als Umgebindehaus. Diese Bauformen unterscheiden sich teilweise erheblich in Aussehen und Holzanteil in den Außenwänden. So besteht ein Blockhaus vollständig aus Holz, während ein Umgebindehaus oft nur einen Holzrahmen besitzt. Ein Großteil aller Holzhäuser sind Einfamilienhäuser. Mittlerweile werden jedoch auch große Wohnblöcke aus Holz errichtet.

Vor- und Nachteile eines Holzhauses

Holzhäuser werden immer beliebter – zu Recht! Wer den Bau eines Holzhauses in Auftrag gibt, hat im Gegensatz zu einem Steingebäude mit einer wesentlich geringeren Bauzeit zu rechnen. Nach dem Bau ist ein Holzhaus sofort bezugsfertig und muss nicht – wie jedes Steingebäude – erst lange austrocknen.
Ein Holzhaus ist auch für schwierige Erdverhältnisse geeignet, da es durch das leichte Baumaterial und relativ dünne Wände ein sehr geringes Eigengewicht aufweist. Die Ansprüche an Fundament und die Festigkeit des Bodens sind daher verhältnismäßig gering.
Weitere positive Aspekte eines Holzhauses betreffen den Umweltschutz. Das Heizen eines Holzhauses verbraucht wenig Energie. Obwohl die Außenwände sehr viel dünner sind als bei einem Massivhaus, sorgen die selbstregulierenden Isoliereigenschaften des Holzes dafür, dass im Winter keine Wärmeenergie entweichen kann. Im Sommer dagegen bleibt das Haus angenehm kühl. Besonders für Allergiker ist ein Holzhaus geeignet, da es Hausstaub auf ein Minimum reduziert und zudem das Holzaroma beruhigend auf die Atemwege wirkt.

Der große Nachteil eines Holzhauses ist das naturbelassene Ausgangsmaterial. Holz arbeitet das ganze Jahr über und stellt als Baustoff hohe Anforderungen an alle Beteiligten. So müssen beim Verlegen aller Rohre und Leitungen eventuelle Bewegungen des Holzes berechnet werden. Den späteren Eigentümer des Hauses sollte außerdem ein gelegentliches Knarren des Hauses nicht stören. Dies ist bei einem Naturbaustoff unvermeidbar.
Umwelteinflüsse belasten ein Holzhaus wesentlich stärker als beispielsweise ein Steinhaus. Beim Bau muss genauestens darauf geachtet werden, dass es an keiner Stelle des Hauses zu stehendem Wasser kommt. Dies geschieht durch Ablaufleitungen im Fundament und Dachüberhänge, die Niederschlag vom Haus entfernt ablaufen lassen. Ist in den Außenwänden des Hauses ein Schaden durch Wasser entstanden, lässt sich dieser nur schwer lokal beheben. Oft ist das eine großflächige Sanierung nötig. Auch Schädlinge können ein Problem für Holzhäuser darstellen. Die Wände eines Holzhauses müssen regelmäßig lackiert und behandelt werden, um einen Schädlingsbefall zu verhindern. Die regelmäßige Behandlung des Holzes sorgt außerdem dafür, dass Witterungseinflüsse, wie Niederschläge, das Haus nicht beschädigen können.

Fazit

In einem Holzhaus zu leben, verspricht ein angenehmes Raumklima und gesundheitliche Vorteile. Die Holzbauweise ist die traditionellste Art ein Haus zu bauen und häufig ist ein Holzhaus einfach interessanter als ein Standardhaus, das tausendfach in jeder Wohnsiedlung steht. Besonderes Augenmerk sollte beim Bau eines Holzhauses jedoch auf eine korrekte Ausführung geachtet werden. Eventuelle Fehler, die beispielsweise zu stehendem Wasser im Fundament führen, können das Holz zerstören. Wer bei einem Holzhaus also nicht auf erstklassige Qualität setzt, wird immer wieder mit Problemen zu kämpfen haben. Ein qualitativ einwandfreies Holzhaus bietet jedoch lebenslang ein individuelles Zuhause.

Autor: Michael Stolterfoht

Michael Stolterfoht ist seit 1988 Vermögensberater bei der DVAG. In der Zeit hat er viele Finanzierungen für den Hausbau und Hauskauf begleitet. Profitieren Sie von seiner Erfahrung und der nachhaltigen Baufinanzierungsplanung, damit Ihr Traum nicht nur erfüllt wird, sondern auch lange gelebt werden kann. Rufen Sie jetzt an und lassen sich kostenlos beraten: 033056 71777

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