Forward Darlehen

Ein Forward Darlehen entspricht mehr oder weniger einem Annuitätendarlehen für die Immobilienfinanzierung. Es wird vor allem bei der Anschlussfinanzierung gerne genutzt. Der Unterschied beim Forward Darlehen zu einem Annuitätendarlehen besteht in der Vorlaufzeit, der sogenannten Forward-Periode.

Das Forward Darlehen wird mit einer Vorlaufzeit von bis zu 60 Monaten abgeschlossen, man sichert sich dabei vorzeitig die aktuellen Zinskonditionen ohne einen Bereitstellungszins für das Darlehen zu zahlen. Stattdessen fällt abhängig von Zinssatz und dem Zeitraum vom Abschluss bis zur Auszahlung des Darlehens ein Zinsaufschlag an. Der Zinsaufschlag beträgt 0,01% bis 0,02% der Darlehenssumme, pro Monat der zwischen Abschluss und Auszahlung liegt.

Forward Darlehen berechnen

Damit ist das Forward Darlehen bei der Anschlussfinanzierung dann interessant, wenn man steigende Zinsen erwartet. Durch den Zinsaufschlag sichert man sich momentan günstige Konditionen. Steigen die Zinsen spart man Geld, bleiben die Zinsen gleich oder sinken, hat man mit dem Forward Darlehen einen Nachteil, denn man zahlt durch den Zinsaufschlag mehr, als man bei einem aktuellen Annuitätendarlehen ohne Zinsaufschlag.

Daher ist das Forward Darlehen spekulativ. Man kann zwar mit einer festen Zinsbindung über den vereinbarten Zeitraum rechnen, diese kann aber höher liegen als die aktuell verfügbaren Konditionen. Man berechnet das Forward Darlehen indem man den Zinsaufschlag * Anzahl der Monate der Forward Periode + Zinskonditionen des Forward Darlehens berechnet.

Forward Darlehen kündigen

Man kann ein Forward Darlehen kündigen. Beim Abschluss verpflichten Sie sich jedoch zur Abnahme, Sie müssten andernfalls eine Nichtabnahmeentschädigung zahlen, die meist recht hoch angesetzt ist, daher sollten Sie sich vorher unbedingt die aktuelle Zinsentwicklung ansehen und abschätzen, ob sich ein Forward Darlehen gegenüber einem Annuitätsdarlehen lohnt.

Bei der Zeit der Zinsbindung unterscheidet man zwischen einem echten Forward Darlehen  und einem unechten Forward Darlehen. Bei einem echten Forward Darlehen beginnt die Zinsbindung erst mit der Auszahlung, bei einem unechten Forward Darlehen beginnt die Zinsbindung bereits mit dem Abschluss, die Forward Periode wird also mit in die Zinsbindungszeit mit eingerechnet.

Je kürzer die Forward Periode ist, desto kalkulierbarer ist das Risiko. Bei einem Forward Darlehen mit einer 60 monatigen Forward Periode kann man in der heutigen Zeit kaum eine genaue Vorhersage über die Zinsentwicklung treffen. Auch wenn wir uns seit längerem in einer Niedrigzinsphase befinden und die Zinsen bald wieder steigen müssten, ist diese Art der Baufinanzierung spekulativ.

Gerne beraten wir Sie kostenlos bei Anschlussfinanzierungen und dem Einsatz von Forward Darlehen. Wir konzipieren mit Ihnen eine für Sie passende Anschlussfinanzierung, die Ihnen einen günstigen Zinssatz sichert und Risiken minimiert. Rufen Sie uns gerne unverbindlich an.

Autor: Michael Stolterfoht

Michael Stolterfoht ist seit 1988 Vermögensberater bei der DVAG. In der Zeit hat er viele Finanzierungen für den Hausbau und Hauskauf begleitet. Profitieren Sie von seiner Erfahrung und der nachhaltigen Baufinanzierungsplanung, damit Ihr Traum nicht nur erfüllt wird, sondern auch lange gelebt werden kann. Rufen Sie jetzt an und lassen sich kostenlos beraten: 033056 71777

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